Alle Artikel in: Öle und Buttern

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Amarantpflanze in einem Hausgarten. © Nicola Hahn, fotolia

Amaranthöl

Die Samen des Amaranth, einer Pflanze aus der Familie der Amaranthaceae, der Fuchsschwanz-Gewächse, sind ausgesprochen klein und enthalten nur ca. 5–6 % Öl (im Vergleich: Macadamianüsse bieten eine Ausbeute von bis zu 75 %); eine Ölgewinnung durch Pressung erfordert sehr viele Samen. Aus diesem Grund wird gerne die CO2-Extraktion angewandt, ein sehr schonendes, aber auch teures Verfahren, bei dem die Ölausbeute wesentlich höher liegt.

Aprikosen

Aprikosenkernöl

Der Aprikosenbaum stammt vermutlich ursprüglich aus China und gelangte zur Römerzeit nach Italien. Heute wird er im Mittelmeerraum, in der Türkei, in Osteuropa sowie in den USA, Kanada, Südafrika, Australien und Neuseeland kultiviert. Die Fruchtkerne enthalten ca. 40–50 % hellgelbes, mild und marzipanähnlich duftendes Öl, das nicht nur kosmetisch genutzt, sondern auch als feines Speiseöl geschätzt wird, wenn es aus den Kernen der Süßaprikose gepresst wurde (achten Sie eventuell beim Kauf auf entsprechende Hinweise, wenn Sie es auch kulinarisch einsetzen möchten). Kosmetisch verwendetes Aprikosenkernöl stammt primär aus den bitteren Kernen von Wildaprikosen, deren Amygdalin-Gehalt dem Öl einen zarten Mandelduft verleiht. Sein hoher Ölsäuregehalt macht es zu einem verhältnismäßig oxidationsstabilen Öl, das sowohl kosmetisch als auch pharmazeutisch gerne genutzt wird.

Arganfrüchte und - nüsse, © Henry Lamotte GmbH

Arganöl

Der Arganbaum gehört, wie auch der Sheabaum, zu den Sapotaceae-Gewächsen und ist die einzige Art der Sapotaceae, die nördlich der Sahara, im Südwesten Marokkos gedeiht und dort eine wichtige ökologische Funktion erfüllt: Seine hohe Widerstandskraft gegen Trockenheit und Dürre macht ihn zu einem begehrten Schattenspender; mit seinen bis zu 30 (!) Meter in die Tiefe reichenden Wurzeln schützt er den Boden gegen Erosion. Während der Baum früher weite Flächen Südeuropas und Nordafrikas bedeckte, gibt es heute nur noch begrenzte Bestände im Südwesten Marokkos in Souss-Massa-Draa. Die Unesco rief daher 1998 diese Region als Biosphären-Reservat aus; die Arganbäume sind Staatseigentum, die Berber genießen Nutzungsrechte, dürfen die Bäume jedoch weder schütteln noch abholzen.

Blühende Avellana (Gevuina avellana), © Leo Ridano, fotolia.com

Avellanaöl

Botanisch gesehen gehört Gevuina avellana zu den Silberbaumgewächsen und damit zur gleichen Familie wie die Macadamianuss, die auch als »australische Haselnuss« bezeichnet wird. Die Samen beinhalten hohe Anteile an Proteinen und bis zu knapp 50 % Öl, das üblicherweise durch Pressung gewonnen wird: Vor dem Pressen werden die Nüsse geschält, gemahlen und erhitzt; gewonnen wird Öl und eine Nusspaste, die noch einen relativ hohen Restgehalt an Öl aufweist. Aus diesem Grund werden daneben alternative Extraktionsmethoden mit Enzymen eingesetzt, die die Ausbeute erhöhen und die Qualität des Öls verbessern sollen.

Avocado

Avocadoöl

Avocadoöl ist, wie auch die Öle aus der Olive und den Beeren des Sanddorn-Strauchs, ein Fruchtfleischöl. Es wird aus den (bevorzugt reifen) Früchten des Avocadobaums, einem Lorbeer-Gewächs aus der Familie der Lauraceae gepresst, zentrifugiert, gefiltert und, je nach Prozess, nativ belassen oder weiteren Raffinationsschritten unterworfen. Die bis zu 15 m hohen Avocadobäume gedeihen im tropischen und subtropischen Amerika, in Makronesien und Südostasien. Neben der INCI-Bezeichnung Persea gratissima existiert das botanische Synonym Persea americana.

© Martin Gerdemann, Babassu for you

Babassuöl

Babassuöl wird aus einer der Kokosnuss ähnlichen, ca. 10–12 cm langen, braun-marmorierten Frucht der brasilianischen Babassupalme aus der Familie der Arecaceae gewonnen, deren 3–5 Samen 60–70 % Öl enthalten. Das Öl kann durch Kochen und Abschöpfen oder schonender durch Kaltpressung gewonnen werden. Das gelblich-weiße, in der Konsistenz talgartige, native Fett riecht nussig-kokosartig bis -talgig; raffiniert ist es geruchlos und weiß. Beim Kauf nativen Babassuöls sollten Sie dringend auf rückstandsgepüftes Babassuöl mit kosmetischer Eignung nach Kosmetikverordnung achten, da unraffinierte Qualitäten mit Hefen und Bakterien belastet sein können. Daher wird es bevorzugt raffiniert angeboten.

Baobabfrucht

Baobaböl

Der Baobabbaum gehört zur Familie der Bombacaceae, der Kapok- oder Wollbaumgewächse, und prägt aufgrund seiner außergewöhnlichen Form die Landschaften, in denen er wächst. Der Baobabbaum ist ein bis zu 25 m hoher, massiver Baum mit einem kantigen Stamm, der unten sehr ausladend werden kann und sich nach oben konisch verjüngt; im Alter neigt er zu flaschenförmigem Wuchs.

Aus der Borretschpflanze gewinnt man das kostbare Borretschsamenöl

Borretschsamenöl

Die ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet stammende, einjährige Borretschpflanze, auch »Gurkenkraut« genannt, gehört zur Familie der Boraginaceae und wird heute auch in wärmeren Regionen Europas, Westasien und den USA kultiviert. Am besten gedeiht sie auf feuchtem, gut durchlässigen Boden; ihre attraktiven blauen Blüten machen sie auch zu einer attraktiven Gartenpflanze.

Brokkolisamenöl

Das seltene, gold- bis leicht grünlich-gelbe Brokkolisamenöl wird aus den feinen Samen des Brokkoli gewonnen und weist als natives Öl einen zarten, charakteristischen, süßlich-nussigen Geruch auf, der schwach an Brokkoli erinnert.

Cupuaçufrucht © guentermanaus, fotolia

Cupuaçubutter

Cupuaçubutter ist das Fett aus den Samen des ostamazonischen Cupuaçubaums aus der Familie der Malvaceae, der Malvengewächse. Im Spanischen heißt er auch cacao blanco, weißer Kakao, und tatsächlich wird aus der Butter »cupulate« hergestellt, eine Art weißer, wohlschmeckender »Schokolade«.

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