Alle Artikel in: Öle und Buttern

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Färberdistel, © H. Zell, WIKIPEDIA, CC BY-SA 3.0

Distelöl

Distelöl wird aus den Samen der Saflor- oder Färberdistel gepresst, einer Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ihren Namen Färberdistel verdankt sie den intensiv gelb-roten Blütenblättern, aus denen der Flavonoidfarbstoff Carthamin extrahiert werden kann. In einigen europäischen Sprachen heißt die Saflordistel daher auch »Falscher Safran«.

Granatapfel am Baum

Granatapfelsamenöl

Der Granatapfelbaum, auch Grenadine genannt, ist eine uralte Kulturpflanze, deren Ursprung vermutlich in Asien liegt; sie gehört zu den Lythraceae, den Weiderich-Gewächsen. Seine großen, leuchtend rot-orangefarbenen Früchte sind von einer ledernen Haut überzogen und beinhalten mehrere, mit erbsengroßen, von rotem Fruchtfleisch umgebene Samen gefüllte Kammern. Seine Farbe gab dem Granat, einem Halbedelstein, seinen Namen. Heute wird der Granatapfelbaum in allen tropischen und subtropischen Ländern angebaut, aber auch in Europa in geschützten Lagen als dekorativer Baum geschätzt. Es ist ein kostbares Öl: aus ca. 100 kg Granatäpfeln werden lediglich 500 g Öl gewonnen.

Haferöl | Urheber: Mojo Creative Ltd, fotolia.com

Haferöl

Haferöl, auch Hafersamen- oder Haferkernöl genannt, wird in der Naturkosmetik als Oat Oil oder Avena sativa (Oat) Kernel Oil gerne da verwendet, wo eine hautberuhigende und restrukturierende kosmetische Wirkung gewünscht wird, z. B. in der Beruhigenden Creme Kamille Borretsch von Primavera. Meine Erfahrungen mit diesem Öl haben mich veranlasst, auf Basis meiner Recherchen ein Portrait zusammenzutragen.

Hanföl

Die Hanfpflanze gehört, wie Sesam, zu den ältesten Kulturpflanzen. Ursprünglich aus Mittelasien stammend, wurde sie auch in Europa kultiviert; ihre weltwirtschaftliche Bedeutung war enorm: Blüten, Blätter, Fasern, Samen fanden Verwendung im Textilgewerbe, im Schiffsbau (Seile und Segeltuch), als Nahrungsmittel und in der Medizin. Die Einführung von Baumwolle und Kunstfasern verdrängten die Hanfpflanze; aber auch der Gehalt an dem Rauschmittel Tetrahydrocannabinol (THC) führten zu einem Anbauverbot. Bis heute dürfen nur Hanfsorten angebaut werden, die einen THC-Gehalt von weniger als 0,3 % aufweisen und in einem »Gemeinsamen Sortenkatalog der EU« gelistet sind.

Haselnussblüte, © Henry Lamotte Oils GmbH

Haselnussöl

Das Öl aus den Nüssen des von Europa bis nach Kleinasien verbreiteten Haselnussstrauchs aus der Familie der Betulaceae (Birkengewächse) ist ein in guten, nativen Qualitäten hell- bis goldgelbes, wundervoll typisch duftendes Speiseöl, das in der Regel kalt gepresst wird; neben Speisequalitäten aus vorher gerösteten Nüssen sind auch Qualitäten aus ungerösteten Nüssen im Handel. Der Röstprozess kann die Farbe des Öls durch die so genannte Maillard-Reaktion ins Gelbbräunliche verändern.

Holunderblüten

Holundersamenöl

Holundersamenöl stammt aus den Samen des Schwarzen Holunderstrauchs aus der Familie der Caprifoliaceae (Geißblattgewächse), die sich in den kleinen, an Trugdolden wachsenden Beeren befinden. Holundersamenöl wird in der Regel als Nebenprodukt der Holundersaftproduktion aus dem zurückgebliebenen Trester kalt gepresst und ist ein grünlich-gelbes bis grünes, charakteristisch-herb duftendes und schmeckendes Öl.

Johannisbeeren, © asadykov, fotolia.com

Johannisbeersamenöl

Der ca. 150 Arten des Johannisbeerstrauchs gehören zur Familie der Grossulariaceae, der Stachelbeergewächse. Sie sind vor allem in Europa und Asien verbreitet; es gibt jedoch auch Vorkommen in den USA. Die Schwarze Johannisbeere ist ein bis zu 2 Meter hoher Strauch mit grünweißen, in Trauben hängenden Blütenbüscheln, die sich in der Regel selbst bestäuben, und 5-lappigen, am Grund herzförmigen und doppelt gesägten Blättern.

Jojobastrauchblüte

Jojobaöl

Jojobaöl (»Hohoba« gesprochen) wird aus den ca. 1 cm langen Samen eines holzigen, immergrünen Strauchs aus der amerikanischen Sonora-Wüste gewonnen.

Kakaobutter in einer Holzschale

Kakaobutter

Kakaobutter ist das Fett der Samen der Kakaopflanze, das durch Pressung der Kakaomasse (so genannte Pressbutter) oder durch Extraktion mit Lösungsmitteln (Extraktionsbutter) gewonnen wird. Daneben gibt es so genannte Expeller-Kakaobutter, die mit Schneckenpressen aus ungeschälten Kakaobohnen und -schalen erhalten wird. Ursprünglich im tropischen Amerika heimisch, wird Kakao heute in verschiedenen Ländern angebaut, z. B. an der Elfenbeinküste, in Ghana, Nigeria, Kamerun, Brasilien, Ecuador, Togo, Papua-Neuguinea, Mexiko, Kolumbien, in der Dominikanischen Republik, Malaysia und Indonesien. Der Kakaobaum zählt zur Familie der Sterculiaceae, eine Unterfamilie, die Byttnerioideae gliedert sich in mehrere Gattungen, darunter die Gattung Theobroma, von der uns eine Art als Kakao vertraut ist: Theobroma cacao L.

Camellia japonica (Blüte)

Kameliensamenöl

80 % des Ertrags an Kameliensamenöl in China (in den letzten Jahren belief sich die Ernte auf ca. 150.000 Tonnen) wird aus Camellia oleifera gewonnen. Daneben gibt es jedoch auch andere Kamelien-Arten, aus denen Öl erzeugt werden kann: bekannt ist u. a. Öl aus den Früchten des Teestrauchs, Camelia sinensis (veraltet auch Thea sinensis genannt), daher wird Kameliensamenöl bisweilen auch als Teesamenöl bezeichnet. Beide weisen jedoch, auch wenn es chargenbedingt immer Schwankungen gibt, deutlich unterschiedliche Tendenzen im Fettsäurespektrum auf, die es mir zum jetzigen Standpunkt sinnvoll erscheinen lassen, hier einmal beide detailliert gegenüber zu stellen (extrem herausfallende einzelne Analysen habe ich herausgenommen).

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