Alle Artikel in: Kosmetikrohstoffe im Test

Seit Jahren dokumentiere ich neue Kosmetikrohstoffe im Test (oft noch vor Markteinführung) und teile die Ergebnisse mit anderen. Manche Tests wiederum nehmen spezielle Anwendungs-Szenarien in den Blick oder prüfen bestimmte Aspekte der Herstellung oder Wirkung von Substanzen. Die Erkenntnisse sind jeweils in meine Online-Portraits eingeflossen. Aber auch wenn man dort alles komprimiert nachlesen kann, empfinde ich das Nachvollziehen der Ergebnisse in diesen Berichten auch im Nachhinein als sehr spannend! Hier lässt sich so manches Detail entdecken, das eigene Rührerfahrungen stützt und nachvollziehbar macht.
Die in dieser Rubrik gesammelten Dokumentationen sind z. T. vor Jahren das erste Mal in der Rührküche oder auf Olionatura.com veröffentlicht worden. Um die innere Logik der Texte zu wahren, habe ich die Formulierung von Zeitadverbien an einigen Stellen behutsam an den heutigen Rezeptionskontext angepasst: Durch Konkretisierung von Jahresangaben können Sie besser nachvollziehen, dass Sie Testberichte lesen, die vor längerer Zeit geschrieben wurden. Ich bitte Sie dafür um Verständnis.

Seite 2 von 212
Hydratisierer im Vergleich

Hydratisierer im Vergleich

In den warmen Monaten braucht meine Haut vor allem eins: Wasser, Wasser, Wasser. Bewährte hydratisierende Substanzen sind Urea und Glycerin, die in Kombination besonders effektiv wirken. Neben diesen beiden »Klassikern« haben sich in den letzten Jahren andere Feuchtigkeitsspender etabliert, darunter vor allem Natriumlaktat und Sodium PCA. Eine kleine Gegenüberstellung skizziert kurz die Charakteristika dieser Rohstoffe.

Probe mit Methylenblau: Lamecreme und Tego® SMS

Lamecreme und TEGO® SMS: Phasenlagen

Im Juni 2010 habe ich es »endlich, endlich gepackt« und den Test gemacht, der mir damals bereits seit Jahren auf der Seele brannte: Welche Emulsionsform bildet Lamecreme bei höheren Fettphasen? Mir erschien es immer zweifelhaft, dass er W/O-Emulsionen erzeugen sollte, wie damals in manchen Quellen zu lesen war, einfach auf Grund seiner Zusammensetzung und seinem Verhalten in üblichen O/W-Emulsionen. Als ich TEGO® SMS zuhause hatte – einen echten W/O-Emulgator – habe ich die beiden gegeneinander antreten lassen und für Lamecreme eine faire Situation geschaffen. Dieser Beitrag wurde das erste Mal am 16.06.2010 in der Rührküche veröffentlicht.

Natrosol™ 250 HX:
Verarbeitungsvarianten

Irgendwann habe ich es einfach ausprobiert: Wasser aufkochen, Natrosol™ 250 HX unter Rühren einstreuen, 2 Minuten dispergieren – und glücklich sein. Diese Methode ergibt in Sekunden ein klares, viskoses Hydrogel. Nachdenklich machte mich dennoch, dass für Hydroxyethylcellulosen (kurz: HEC) – zu denen auch Natrosol™ 250 HX zählt – ein Einrühren in kaltem Wasser und anschließendes Quellenlassen herstellungstechnischer Konsens zu sein scheint. Diese Beschreibung finde ich auch in Unterlagen: »Do NOT add Natrosol HEC to hot water or water with pH > 8. It may lump« heißt es im Guide to polymer dissolution von Ashland Aqualon. Ich ahne durchaus, warum es dort steht: in heißem Wasser quillt die HEC in Sekundenschnelle, und für industrielle Verfahren mit Großchargen wäre dies herstellungstechnisch ein Desaster. Temperaturempfindlich ist Natrosol™ 250 HX keinesfalls; er ist ausdrücklich autoklavierbar und wird auf diese Weise für den Einsatz in Augengelen sterilisiert. Es blieben Zweifel – möglicherweise ändern sich andere Eigenschaften? Nun, ich wollte es wissen und habe getestet. Dieser Beitrag erschien das erste Mal am 08. Juli 2011 auf Olionatura.com.

rezepturen mit BergaMuls® ET 1

Rezepturen mit BergaMuls® ET 1
(Teil 4)

Seit kurzem ist meine aktuelle Neuentdeckung erhältlich: BergaMuls® ET 1, ein fettfreier, auf pflanzlichen Obst- und Getreidefasern basierender Verdicker und Emulgator. Damit Ihre ersten Pflegeprodukte gelingen, habe ich in diesem Beitrag die wichtigsten Informationen zu seiner Verarbeitung aus den letzten Tests zusammengefasst und Rezepturen mit BergaMuls® ET 1 ergänzt, die garantiert gelingen. Vor allem für Aromapraktikerinnen und Naturkosmetikerinnen eröffnen sich neue Möglichkeiten in der eigenen Praxis!

Splashs, Fluids, Seren?
Dermofeel® G 10 LW!

Im Oktober 2011 habe ich ihn das erste Mal in der Rührküche vorgestellt: Dermofeel® G 10 LW, ein pflanzliches Tensid auf Basis von Glycerin und Laurinsäure, das mir zuvor durch verschiedene naturkosmetische Produkte ins Auge gefallen war. »Polyglyceryl-10 Laurate« ist das Zauberwort, das uns in den INCI klarer Deo- und Aroma-Roll-Ons, in Body Splashs, in Gesichts-Seren, -wasser und -fluids begegnet. Lange Wochen wartete mein Muster geduldig auf mich, bis ich nach Weihnachten endlich Zeit für einige Tests fand. Mein Fazit entspricht meinen Erwartungen, mit dem ich ihn gezielt ausgesucht habe: Dermofeel® G 10 LW ist ein innovatives, naturkosmetik-konformes Tensid, das – so denke ich – eine wichtige Lücke innerhalb der Palette uns verfügbarer grenzflächenaktiver Substanzen füllen wird.

Tego® Care 450, PSC-3 und PS im Vergleich

TEGO® Care 450, PSC-3 und PS im Vergleich

Seit vielen Jahren ist Emulsan (TEGO® Care PS) ein bewährter und zuverlässiger Emulgator für haptisch angenehme O/W-Cremes und Lotionen. Seit einigen Monaten verwende ich einen weiteren Emulgator aus der TEGO-Gruppe, TEGO® Care PSC-3 – und seit Herbst ist TEGO® Care 450 Kandidat in meiner Rührküche. Alle 3 sind in der Verarbeitung unkompliziert und naturkosmetik-konform, und so stellt sich natürlich die Frage, was sie unterscheidet und wie sie sich im direkten Vergleich zeigen. Ich habe verglichen, in diesem Beitrag finden Sie einige Ergebnisse zusammengefasst.

Weitere Tests mit BergaMuls® Et 1

Weitere Tests mit BergaMuls® ET (Teil 2)

Im September 2012 habe ich weitere Tests mit BergaMuls® ET 1 durchgeführt und als Beitrag am 17.09. auf Olionatura.com veröffentlicht. Gerührt wurden Variationen bewährter Rezepturen, in denen ich eine Komponente mit diesem neuartigen Emulgator und Verdicker austauschte: Ein Gesichtsfluid mit Phospholipon® 80 H, eine Haarspülung mit TEGO® Amid S 18 und ein kaltgerührtes Hydrodispersionsgel.

Wildrosenblüte

Wildrosenöl, neu betrachtet

Wildrosenöl begleitet meine eigene Rührpraxis seit Jahren; bis heute hat es einen festen Platz in meiner Hautpflege. In der Fach- und Sachliteratur werden seine kosmetischen Qualitäten gelobt: Neben einem hohen Anteil an der 3-fach ungesättigten Alpha-Linolensäure gilt die all-trans-Retinsäure als wesentliche Wirkkomponente dieses wertvollen Pflanzenöls. Angeregt durch eine kritische Diskussion über eine Formulierung in meinem Ölportrait recherchierte ich, stieß auf widersprüchliche Aussagen … und interessante Sichtweisen.

Seite 2 von 212