Alle Artikel in: Kosmetikrohstoffe im Test

Seit Jahren dokumentiere ich neue Kosmetikrohstoffe im Test (oft noch vor Markteinführung) und teile die Ergebnisse mit anderen. Manche Tests wiederum nehmen spezielle Anwendungs-Szenarien in den Blick oder prüfen bestimmte Aspekte der Herstellung oder Wirkung von Substanzen. Die Erkenntnisse sind jeweils in meine Online-Portraits eingeflossen. Aber auch wenn man dort alles komprimiert nachlesen kann, empfinde ich das Nachvollziehen der Ergebnisse in diesen Berichten auch im Nachhinein als sehr spannend! Hier lässt sich so manches Detail entdecken, das eigene Rührerfahrungen stützt und nachvollziehbar macht.
Die in dieser Rubrik gesammelten Dokumentationen sind z. T. vor Jahren das erste Mal in der Rührküche oder auf Olionatura.com veröffentlicht worden. Um die innere Logik der Texte zu wahren, habe ich die Formulierung von Zeitadverbien an einigen Stellen behutsam an den heutigen Rezeptionskontext angepasst: Durch Konkretisierung von Jahresangaben können Sie besser nachvollziehen, dass Sie Testberichte lesen, die vor längerer Zeit geschrieben wurden. Ich bitte Sie dafür um Verständnis.

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»Natürlich« konservieren:
Leucidal® Liquid SF

Natürliche Konservierungsstrategien sind eine Herausforderung für jeden, der hautphysiologisch orientierte Naturkosmetik herstellen möchte. Sie wissen: Sobald unsere Produkte Wasser enthalten, sind sie anfällig für mikrobielle Kontamination. Das Gefährliche ist, dass wir eine kritische Verkeimung, die hautirritierende Wirkungen haben kann, nicht einmal sehen oder riechen können. Die heute für uns verfügbaren natürlichen Konservierungsmittel weisen mehrheitlich eine zuverlässige Breitbandwirkung auf, bringen jedoch fast immer einen sehr typischen Eigengeruch mit oder konservieren nur in einem begrenzten pH-Wert-Bereich. Vielseitig ist zweifellos reiner Weingeist, dem zu Unrecht in den benötigten Mengen der Makel einer austrocknenden Wirkung anhaftet. Dennoch: Alternative Strategien tun Not. Eine, die 2011 diskutiert wurde, möchte ich Ihnen hier vorstellen. Alle Aussagen sind aus der damaligen Situation geschrieben, sie sind quasi eine Zeitreise: Dieser Beitrag wurde das erste Mal am 27.12.2011 in meinem damaligen Blog auf Olionatura.com veröffentlicht.

Avocadin® auf die INCI geschaut

2012 erfuhr ich von einem bekannten Kosmetikhersteller, den ich in seinem Labor besuchte, dass Avocadin® einen Bestandteil aufweise, der aufgrund seiner niedrigen Dosierung nicht deklariert sei. Dies stelle ihn vor gewisse Schwierigkeiten, weil die Deklaration seiner Produkte dadurch nicht mehr stimme, eine Neuzertifizierung jedoch mit großen Kosten verbunden sei. Damals wollte ich das genau wissen und ließ mir die derzeit aktuellen Papiere zusenden. Tatsächlich: 2012 lesen sich die Informationen ganz anders als 2007.

Ceramide III

Ceramide

2011 steht sie das erste Mal vor mir: Eine kleine Dose mit Druckdeckel, weiß, völlig unspektakulär, mit einem federleichten Pulver gefüllt, dessen Name mir seit Jahren wohlige (und sehnsüchtige) Schauer bescherte: Ceramide. Exakt: Ceramide III von Evonik. Dieser Beitrag erschien erstmalig am 21.01.2011 auf Olionatura.com.

Cetylalkohol und seine Eigenschaften

Cetylalkohol wird in der als »Koemulgator« und als Konsistenzgeber eingeordnet. Er bindet Wasser, heißt es, ist mit  einem »required HLB« von 15,5 sehr hydrophil – ist aber nicht wasserlöslich. Ich habe 2008 den spontanen Entschluss gefasst, lange geplante kleine Tests durchzuführen – nichts Weltbewegendes – aber ungeachtet dessen interessant. Theoretisch wusste ich damals, was er tut, aber es ist doch etwas anderes, dies in der Praxis zu erleben. Cetylalkohol und seine Eigenschaften in Emulsionen: Folgen Sie mir auf eine interessante Zeitreise ins Jahr 2008.

Cosphaderm® X 34

Das »schnelle Xanthan«:
Cosphaderm® X 34

Im Produktportfolio der Firma Cosphatec® stieß ich 2014 auf ein interessantes Produkt: Cosphaderm® X 34. Dieser ECOCERT-, COSMOS- und NaTrue-zertifizierte Gelbildner zeichnet sich nach Firmenaussagen durch eine besonders schnelle Löslichkeit aus, ohne vorheriges Anreiben in Glycerol oder Ethanol. Ich kontaktierte die Firma und bat um ein Muster. Das Ergebnis meiner damaligen ersten Tests möchte ich Ihnen in diesem Beitrag vorstellen, der am 15.11.2014 erstmalig auf Olionatura.com veröffentlicht wurde.

Dermofeel® GSC palmoilfree

Dermofeel® GSC palm oil free (Teil 1)

Wer seine Naturkosmetik selber herstellt, verfügt über die Freiheit, die Inhaltsstoffe seiner Pflegeprodukte selbst wählen zu können. Neben gesundheitlich umstrittenen Ingredienzien wie Parabenen und PEG-haltigen Produkten rückt mittlerweile ein anderer Aspekt in den Fokus: Die Omnipräsenz palmölbasierter Rohstoffe und die Problematik zerstörter Regenwaldflächen, um den enormen weltweiten Bedarf an Palmöl zu decken. In diesem Kontext habe ich 2012 einen Öl-in-Wasser-Emulgator vorgestellt, der auf europäischem Rapsöl basiert und in Europa hergestellt wird: Dermofeel® GSC palm oil free. Dieser Beitrag wurde das erste Mal am 04. Dezember 2012 auf Olionatura.com veröffentlicht.

Dermofeel® GSC palmoilfree

Dermofeel® GSC palm oil free (Teil 2)

Im Dezember 2012 habe ich im 1. Teil einen interessanten O/W-Emulgator vorgestellt, der aus europäischem Rapsöl hergestellt wird.: Dermofeel® GSC palm oil free. Palmölfreie kosmetische Konzepte: Dieses Thema reizt mich bereits seit längerem, und seit 2013 ist dieser Emulgator auch für Endverbraucher erhältlich. Ich habe einige Basisformulierungen mit Dermofeel® GSC palm oil free (INCI: Glyceryl Stearate Citrate) und Fettphasen zwischen 25 und 40 % umgesetzt, die Ihnen die Arbeit mit diesem Emulgator erleichtern werden.

Bergamuls® ET 1, Emulsion mit 25 % Fettphase, 4%ig dosiert

Ein fettfreier Emulgator:
BergaMuls® ET 1 (Teil 1)

Typische naturkosmetische Emulgatoren basieren in der Regel auf veresterten, pflanzlichen Fettsäuren. 2012 habe ich das erste Mal ein sehr interessantes, völlig neues Produkt zuhause, das einem anderen Prinzip folgt. Es handelt sich um einen rein pflanzlichen Emulgator und Verdicker, der ausschließlich auf Getreide- und Fruchtfasern basiert: BergaMuls® ET1 der Firma Berg+Schmidt GmbH. Der INCI-Name, damals noch im Beantragungs-Prozess, lautete zunächst Fruit and cereal fibres. Dieser Vorschlag wurde von den Behörden abgelehnt, heute lautet die INCI »Beta-Glucan (and) Pectin«. In diesem Beitrag vom 03.09.2012 (auf Olionatura.com erstveröffentlicht) habe ich erste Emulsionen im Praxistest und möchte meinen Eindruck mit Ihnen teilen.

Blau eingefärbtes Duschgel

Gelbildner im Vergleich

2010 habe ich in der Rührküche u. a. drei Gelbilder mit einander in ihren Eigenschaften verglichen und diese Testreihe fotografisch dokumentiert. Ein Fokus lag u. a. in ihrer Kompatibilität mit verschiedenen Tensiden. In einem Forum gehen sehr viele interessante Dokumentationen schnell unter, und daher möchte ich diese Testreihe hier auf Olionatura vorstellen und mit aktuellen Tests ergänzen. Die Ergebnisse sind jeweils in mein Buch »Naturkosmetische Rohstoffe« eingeflossen, aber es ist sicher interessant, Ergebnisse im Detail fotografisch aufbereitet zu lesen.

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