Alle Artikel in: Häufig gestellte Fragen

Die Entscheidung, fortan individuelle Naturkosmetik herzustellen, wirft viele Fragen auf: Können Produkte aus der eigenen Rührküche zuhause überhaupt so wirksam sein wie Kaufprodukte? Muss man eine Creme benutzen oder reichen nicht einfach natürliche Öle als Hautpflege aus? Verändert sich die Haut, wenn man auf selbst hergestellte Produkte umsteigt? In diesem Bereich versuche ich Antworten auf Fragen zu geben, die mir seit Jahren immer wieder begegnen.

Brauche ich zusätzliche Wirkstoffe, um gute Emulsionen herzustellen?

Wenn wir die Werbeaussagen kosmetischer Pflegeprodukte vergleichen, positionieren sich so gut wie alle durch die Auslobung bestimmter Inhaltsstoffe. Oft sind es innovative Extrakte aus seltenen Pflanzen oder neu entwickelte Wirkstoffe aus dem Labor, die das beworbene Produkt zu etwas Besonderem deklarieren. Welche Rolle spielen diese Zusätze wirklich für die Effektivität eines Kosmetikums?

Gibt es für Selbstrührer wirksame Anti-Aging-Rezepturen?

Hinter dieser Frage lässt sich die Hoffnung ahnen, bereits sichtbare Anzeichen des Alters duch Anwendung kosmetischer Anti-Aging-Produkte rückgängig machen zu können. Interessanterweise wird dabei kommerziellen Produkten offensichtlich eine höhere Effektivität zugestanden als selbst hergestellter Naturkosmetik. Die Frage nach der Wirksamkeit von Selbsthergestelltem ist in diesem Kontext nachvollziehbar – und berechtigt.

Ist selbstgerührte Kosmetik grundsätzlich qualitativ besser als Kaufkosmetik?

Die Motivation, Pflegeprodukte fortan selbst herzustellen, kann aus unterschiedlichen Gründen resultieren: Die reine Freude am »Do it yourself«, die oftmals hohen Preise käuflicher Alternativen, aber auch tief empfundenes Misstrauen gegenüber der Kosmetikindustrie und den dort verwendeten Inhaltsstoffen. Viele aktuelle Buchtitel schürten diese Ängste und suggerieren, als Selbstrührende wisse man, »was drin ist«. Selbstgerührtes erscheint als einzige Lösung in einer zunehmend als bedrohlich empfundenen industrialisierten Welt. Stimmt dies tatsächlich: Ist selbstgerührte Kosmetik grundsätzlich qualitativ besser als Kaufkosmetik?

Kann ich meine Haut ausschließlich mit Ölen pflegen?

Nicht wenige Menschen, die ihre Haut in Zukunft »natürlich« pflegen wollen, entscheiden sich aus Verunsicherung für diesen Schritt: Emulgatoren gelten – so die einhellige Meinung in diversen Zeitschriften- und Online-Artikeln – als hautschädigend und austrocknend. Hier bietet sich eine Pflege mit puren Ölen als ideale Alternative an. Aber: Kann die Lösung denn so einfach sein? Dieser Beitrag versucht Ihnen Möglichkeiten und Grenzen dieser Pflegestrategie aufzuzeigen.

Muss ich mit unerwünschten Hautveränderungen rechnen, wenn ich auf selbst gerührte Kosmetik umsteige?

Ja, das ist möglich. Wenn Sie vorher Kosmetik verwendet haben, die hauptsächlich auf Mineralöl und Mineralöl-Derivaten basierte (das ist für Nicht-Naturkosmetik die Regel), kann ihre Haut in den ersten vier Wochen deutlich »unruhiger«, trockener erscheinen und eventuell mit kleinen Unreinheiten reagieren. Dies ist in der Regel kein Hinweis auf eine Unverträglichkeit, sondern resultiert aus den völlig unterschiedlichen Konzepten von kommerziellen Kosmetikprodukten und selbst hergestellter Naturkosmetik.

Welche Vorteile hat selbst gemachte Kosmetik?

Der wichtigste Vorteil meines Erachtens ist, dass im Gegensatz zu käuflichen Kosmetikprodukten Inhaltsstoffe überschaubar sind, dass Sie jeden Inhaltsstoff testen können. Gerade als Rühreinsteiger(in) ist es von Vorteil, zuerst einfache Rezepturen mit einer überschaubaren Anzahl an Substanzen auszuprobieren und erst nach und nach weitere zu ergänzen. So lassen sich Unverträglichkeiten schnell erkennen und die kritischen Stoffe vermeiden.

Wie wirken pflanzliche Öle?

Der wesentliche Unterschied einer hochwertigen Naturkosmetik-Emulsion im Vergleich zu einem Produkt aus der konventionellen Kosmetikindustrie liegt insbesondere in der Auswahl der Ölkomponenten: Statt synthetischer Mineralöl-Derivate und Silikonölen setzen Naturkosmetikhersteller pflanzliche Öle, Buttern und Wachse ein. Hier stellt sich naturgemäß die Frage: Welche Konsequenzen haben beide Strategien für das Produkt, vor allem jedoch für die Haut? Auf den Punkt gebracht: Wie wirken pflanzliche Öle?