Alle Artikel in: Basiswissen

Für Einsteiger in das wunderbare Hobby des Selbstrührens stehen viele Fragen im Raum: Welche Rohstoffe und Arbeitsmaterialien werden für eine erste Creme benötigt, woher kann man sie beziehen? Wie kann man eigene Natur-Kosmetik-Rezepte entwickeln? Was muss man bei der Herstellung beachten? Müssen selbst hergestellte Naturkosmetikprodukte konserviert werden?
Auf Olionatura finden Sie alles, was Sie wissen müssen, um hautphysiologische und wirksame Naturkosmetik herzustellen: In diesem Bereich stehen fundiertes Basiswissen für Einsteiger und hilfreiche Tipps für routinierte Selbstrührer.

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Fett- oder Wasserphase?

Wenn Sie Ihre Kosmetik selbst herstellen, werden Ihnen online und in Sachbüchern regelmäßig zwei Begriffe begegnen: Fettphase und Wasserphase. In meinem Erfahrungsaustausch mit anderen Selbstrührern bin ich des öfteren mit der Frage konfrontiert, zu welcher Phase denn nun Rohstoff X oder Y zugeordnet werden müsse. An dieser Stelle möchte ich eine Antwort versuchen.

Fettsäuren im Detail

Die kosmetischen Eigenschaften pflanzlicher Öle wird u. a. durch ihr spezifisches Fettsäuremuster geprägt. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen die Charakteristiken der am häufigsten vertretenen Fettsäuren skizzieren. Die Kurzportraits werden Ihnen in Zukunft helfen, Pflanzenöle noch besser einschätzen und auswählen zu können.

Daniel Fuhr, Forschung und Entwicklung, www.fotolia.com

Frei von Konservierungsmitteln?

Wer die Entscheidung trifft, naturkosmetische Produkte selbst herzustellen, knüpft daran nicht selten die Erwartung, unerwünschte Inhaltsstoffe zukünftig vermeiden zu können. Im Hinblick auf Farbe und Beduftung ist dieses Ziel leicht realisierbar. Schwieriger gestaltet sich jedoch der Verzicht auf Konservierungsstoffe – es sei denn, es werden Kleinstchargen gerührt, im Kühlschrank aufbewahrt, mit Spatel entnommen und innerhalb weniger Tage aufgebraucht. Wer dafür immer Zeit hat: perfekt! Konservierungsmittel genießen einen schlechten Ruf – so schlecht, dass es mittlerweile zur Marktstrategie naturkosmetisch orientierter Firmen gehört, ihre Produkte als »frei von Konservierungsmitteln« auszuloben. Ein geschulter Blick auf die INCI offenbart jedoch oft Erstaunliches; wir werden gleich einen Blick gemeinsam wagen. In diesem Beitrag ist es mein Anliegen, Ihren Blick für Produktaussagen zu schärfen und deutlich zu machen, warum Konservierung für Ihre Hautgesundheit nicht immer die schlechtere Alternative ist. Es wird interessant, das verspreche ich Ihnen!

Jiaogulan

Frischpflanzenauszug aus Jiaogulan

Mein Jiaogulan (Gynostemma pentaphyllum) hat den 4. Winter gut überstanden und steht in sattem Grün: Zeit für einen Frischpflanzenauszug, der sowohl kosmetisch verwendet als auch – in Form von Tropfen – innerlich eingenommen werden kann. Jiaogulan habe ich 2006 das erste Mal als Jungpflanze gekauft und seitdem immer zuverlässig über den Winter gebracht. Ich kultiviere ihn im Haus; im Frühjahr wird er in frische Erde getopft und darf im lichten Schatten üppig ranken; im November zieht er seine Triebe ein und überwintert an einem hellen Kellerfenster. Minimale Wassergaben verhindern sein völliges Austrocknen. Geerntet wird von Frühjahr bis in den Frühherbst: für Frischpflanzenauszüge nehme ich ausschließlich die 5-lappigen Blätter; für mein Hydrolat wird das ganze Kraut fein geschnitten und frisch destilliert. Dieses Mal habe ich den Frischpflanzenauszug im Verhältnis 1:10 auf Basis von 30 % Jiaogulanhydrolat, 50 % reinem Weingeist und 20 % pflanzlichem Glycerin (99,5 %) hergestellt.

Olivenblätter, getrocknet

Granatapfel-
und Olivenblatt-Extrakt

In meinem Spezialkühlschrank stehen wundervolle Pflanzenextrakte aus eigener Herstellung, alle basierend auf einem Auszugsmittel aus reinem Weingeist, pflanzlichem Glycerin und selbst destilliertem Hydrolat. Seit letztem Wochenende haben sie Zuwachs bekommen: Durch Olivenblatt- und Granatapfelextrakt. Ich werde oft gefragt, wie ich meine Extrakte herstelle, und vor allem die Verwendung von Turrax und Glasfilternutsche zur Qualitätsoptimierung ist für viele ein Novum. In diesem Beitrag möchte ich daher kurz dokumentieren, wie ich vorgehe.

Olivenöl

Hautpflege im Frühjahr

Einer der Vorteile, die die eigene Herstellung von naturkosmetischen Pflegeprodukten prägen, ist die Flexibilität, auf veränderte Bedingungen reagieren zu können. Sobald die Temperaturen steigen, die Sonnenscheindauer zunimmt und wir uns vermehrt draußen aufhalten, ist es an der Zeit, bewährte Pflegekonzepte des Winters frühjahrstauglich zu gestalten. Im Folgenden möchte ich Ihnen Tipps geben, wie Sie Ihre Hautpflege im Frühjahr so gestalten, dass Sie Ihre Haut gut in den Sommer begleiten.

Arbeit mit dem Rührwerk

Hochtourig rühren

Wie haben Sie bisher Ihre Cremes und Lotionen gerührt? Zu Zeiten der Hobbythek® wurden Emulsionen bevorzugt in einem Glas geschüttelt, alternativ mit Glastab oder einem Löffel gerührt. Wenn Sie mit der Hobbythek groß geworden sind und nun nach längerer Pause wieder ins Thema einsteigen, werden Sie feststellen, dass wir uns heute anderer Verfahren bedienen, die sich vor allem durch eins auszeichnen: Hohe Scherkräfte.

Hydrolate destillieren: Aus der Destille tropfendes Hydrolat

Hydrolate destillieren

Neben dem Ansatz als wässrig-alkoholische Tinkturen und Ölmazerate bieten Pflanzen eine weitere, wundervolle Möglichkeit, ihre Wirkstoffe in unserer Natur-Kosmetik zu nutzen: Wir können mit Wasserdampf (je nach Pflanze) ätherische Öle und Hydrolate destillieren. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen das Prinzip der Wasserdampf-Destillation erläutern und Sie Schritt für Schritt, mit Fotos unterstützt, durch eine Destillation begleiten. Ich werde sie mit einer traditionellen Kupferdestille durchführen, deren Bauplan auf Konstruktionsskizzen Leonardo da Vincis zurückgeht und mit deren Typ heute noch weltweit destilliert wird, Sie erhalten dieses Modell in Österreich über die Webseite www.aetherischesoel.at.

Dr. Martin Thomas | © Dr. Martin Thomas

Hydrolate: Interview mit
Dr. Martin Thomas

Seit mehreren Jahren stelle ich zuhause meine eigenen Hydrolate her. Daher kenne ich den Duft vieler Hydrolate, die es im Handel selten gibt, darunter auch Pflanzenwässer z. B. aus Mädesüß, Holunderblüten oder Abelmoschussamen. Vor wenigen Wochen erreichte mich nach einem interessanten und sehr sympathischen Mailaustausch ein Paket mit kostbarem Inhalt: Hydrolate aus heimischen Pflanzen von einem ausgewiesenen Fachmann als Kleinchargen destilliert – ungewöhnlich und auf dem Markt selten zu bekommen. Ich öffnete eine erste Flasche Holunderblütenhydrolat und war sofort begeistert: Intensiv und authentisch, so wie ich Holunderblütenhydrolat kenne! Ich freue mich daher sehr, Dr. Martin Thomas für einem Interview gewonnen zu haben: Erfahren Sie mit mir Wissenswertes und Interessantes über Hydrolate.

Sterilisieren von Zubehör im Dampfdrucktopf

Hygienisch arbeiten

In diesem Beitrag erfahren Sie kurz und bündig alles über eine sinnvolle Herstellungs- und Produkthygiene in Ihrer heimischen Rührküche – oder, wie es so schön neumodisch heißt: Die »Dos and Don’ts« der DIY-Kosmetik.

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