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Aktuelle Blog-Beiträge

Dermofeel® GSC palm oil free im Test
Dermofeel® GSC palm oil free im Test
Ich habe einige Basisformulierungen mit dem neuen, palmölfreien Dermofeel® GSC palm oil free (INCI: Glyceryl Stearate Citrate) und Fettphasen zwischen 25 und 40 % umgesetzt, die Ihnen die Arbeit mit diesem Emulgator erleichtern werden. [24.02.2013]
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Die individuelle Pflege finden
Die individuelle Pflege finden
Wer mit der Herstellung von Naturkosmetik beginnt, steht nicht selten am Ende einer langen, ergebnislosen Odyssee durch das Angebot an Kaufkosmetik. Motivation (zumindest spiegeln mir das meine Leserinnen und Leser) ist nicht die Suche nach einem neuen Hobby, sondern die Hoffnung auf eine wirksame, individuelle Pflege für die eigene als unbefriedigend erlebte Hautsituation. In diesem Beitrag möchte ich zwei wichtige Aspekte erörtern, die nach meinen eigenen Erfahrungen die Charakteristik eines Pflegeprodukts wesentlich prägen. Lernen Sie mein Emulsions-Kreuz kennen – und vielleicht können Sie auf Basis dieses gedanklichen Modells gezielter zu ihrer Wunschpflege finden? [01.01.2013]
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Das Rohstoffbuch

Heike Käser: Naturkosmetische Rohstoffe. Linz: Freya, 2. Auflage 2011
»Naturkosmetische Rohstoffe« bietet auf 408 Seiten einen fundierten Überblick über bewährte und moderne naturkosmetische Ingredienzien. Sie erhalten das Buch im Buchhandel, direkt beim Verlag, bei Amazon, Thalia, Hugendubel und in anderen Online-Buchhandlungen. In meinem Blog habe ich Informationen zum Buch, eine Leseprobe und Fachrezensionen für Sie zusammengestellt.

Das Handbuch

Heike Käser: Naturkosmetik selber machen. Das Handbuch. Linz: Freya, 1. Auflage 2012
»Naturkosmetik selber machen« kombiniert auf 488 Seiten verständlich aufbereitete Theorie mit fundierter Herstellungspraxis und lädt mit über 120 Naturkosmetikrezepten zum Nachrühren und Selbstentwickeln ein. Sie erhalten das Buch im Buchhandel, beim Verlag, bei Amazon, Thalia, Hugendubel und in anderen Online-Buchhandlungen. In meinem Blog habe ich Informationen zum Buch und eine Leseprobe veröffentlicht.

Meine Rühr-Biographie

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Die Ursprünge

1978, ich war 15 Jahre jung, fiel mir ein Buch von Stephanie Faber in die Hände, »Das Rezeptbuch für Natur-Kosmetik«. Ich rührte mit Begeisterung und wenig Wissen meine ersten kosmetischen Produkte. Die gerührten Cremes waren in ihrer Konsistenz jedoch sehr fest, wachsig und unangenehm auf der Haut; sie erinnerten wenig an die geschmeidigen Texturen käuflicher Präparate, sodass ich mich schnell auf einfache Rezepte beschränkte, wie Gesichtsmasken, Haarspülungen und Gesichtswässer auf Kräuterbasis – zumal es damals schwierig war, die gewünschten Zutaten zu beschaffen (in diesem Zusammenhang wird mir immer ganz besonders bewusst, wie phantastisch Internet ist!). Meine schönste Erinnerung an die Produkte damals ist eine Schüttellotion aus Mandelöl und Rosenwasser aus der Apotheke – sie roch göttlich und machte zarte und rosige Haut (auch wenn, wie ich heute weiß, das Rosenwasser garantiert synthetisch und das Mandelöl raffiniert und verschnitten war).

In den 80ern kam er: Jean Pütz und seine »Hobbythek«, und endlich gab es eine breite Palette an Inhaltsstoffen »nebenan« zu kaufen. Für mich war das Konzept der Hobbythek faszinierend und barg eine wahre Fundgrube an Ideen und Möglichkeiten. Dennoch war ich auch von diesem Konzept nicht überzeugt – vielleicht weil ich vielen Zutaten nicht recht traute und das Gefühl hatte, nun einen anderen kommerziellen Markt zu bedienen? Wissen Sie, was ich meine? Zu wenig native pflanzliche Öle und Buttern, zu viele isolierte Wirkstoffe, Fluids und Substanzen, bei denen vor allem damals für den Verbraucher nicht nachzuvollziehen war, welche Handelsprodukte wirklich dahinter stecken. Auch die Haptik der Cremes empfand ich als unangenehm: Filmbildend, wachsig, »unelegant«. Fakt ist, dass ich die Hobbythek nur kurz streifte, das Rühren ließ, vorwiegend Natur-Kosmetik kaufte und nur hin und wieder einfachste Rezepte umsetzte. So richtig packte es mich nicht. Die Jahre darauf waren im Rückblick betrachtet mein »rührtechnischer Dornröschenschlaf«. Haarspülungen auf Kräuterbasis, Gesichtsdampfbäder, Tonerdemasken stellten bis 2004 in etwa das Repertoire an selbst hergestellter Naturkosmetik dar.

Der Neubeginn

2004 endete dieser Schlaf durch ein Schlüsselerlebnis: Mit dem Umstieg auf Pflanzenhaarfarben. Innerhalb weniger Monate wurde aus meinem von blondierten Strähnchen spröde, glanzlos und störrig gewordenen Haarschopf ein schimmernder, gesunder und frisierwilliger. Diese überzeugende Wirkung reiner Naturprodukte beeindruckte mich absolut. Die Preise meiner Gesichtspflege-Präparate aus einer Natur-Kosmetik-Serie beeindruckten mich allerdings auch – und ich fragte mich 2005, ob ich nicht einen neuen Versuch starten solle, meine eigene Naturkosmetik herzustellen. Die ersten, nach dieser langen Pause ausprobierten Rezepte von einer privaten Hobby-Kosmetik-Internetseite überzeugten mich gar nicht: Zu fest in der Konsistenz, mit zu hohen Emulgatormengen konzipiert (wie ich heute weiß), schwer aufzutragen. Das sollte State of the Art nach gut 20 Jahren sein? Ich war ernüchtert – und mein Ehrgeiz geweckt. Durch verschiedene Foren angeregt nahm ich den Faden wieder auf und begann, ein Ersatzrezept für mein geliebtes Kauf-Feuchtigkeitsfluid zusammenzustellen. Ich wusste, was ich wollte: eine leichte, fluide Cremetextur, native Pflanzenöle, Hyaluronsäure (weil ich mit einem Kauf-Fluid sehr gut zurechtkam, das diese Substanz enthielt) und Kräuterauszüge. Was ich nicht wollte, wusste ich auch: Mineralöl, Parabene und PEG-Derivate, unnötige Hilfsstoffe. Erfahrungsaustausch bot das Internet, aber dort stieß ich in den gängigen Foren und auf privaten Webseiten auf viele Aussagen, die nicht eindeutig, widersprüchlich oder – leider – schlicht und einfach falsch waren. Ich wollte mehr wissen, ich wollte objektive Informationen, Antworten auf meine unzähligen, auch kritischen Fragen und vor allem: Produkt-Transparenz. Viele Monate recherchierte ich, sprach persönlich mit Chemikern und Produktentwicklern von Herstellerfirmen, durchforstete wissenschaftliche Veröffentlichungen, kaufte und entlieh dermatologische Bücher, besuchte und befragte Fachleute an Universitäten und erstellte mir nach und nach meinen ganz persönlichen Fundus an vielfältigen und nach meinem Empfinden seriösen Informationen. Diese Informationen habe ich offen gesagt zunächst für mich gesammelt.
Im Herbst 2006 ist aus dieser Arbeit eine Website online gegangen, die (so verraten mir täglich eMails und Telefonate meiner Leserinnen und Leser) für viele Selbstrührer zu einem völlig neuen Verständnis des Selbstrührens und, in Folge, zu gesunderer Haut geführt haben. Im Rückblick weiß ich, dass Olionatura dem Bedürfnis vieler nach transparenter, vertiefender und verständlicher Information nachgekommen ist. Für mich ist in dieser Hinsicht ganz besonders (!) wichtig, dass Sie die Quellen der Informationen nachvollziehen, ihre Seriosität einschätzen und sich Ihre eigene Meinung bilden können.

Selbstrühren heute

2013 habe ich meine individuelle Pflege seit langem gefunden. Wenige pflanzliche Bioöle und Blütenwachse, native Sheabutter, selbst destillierte Hydrolate und Pflanzenextrakte bilden die Grundlage meiner Naturkosmetik, sinnvoll ergänzt mit Ceramiden, Unverseifbarem, hydrierten und ungesättigten Lecithinen. Meine Haut ist gut versorgt, spannt nicht, kommt im Vergleich zu 2004 gut über den Winter und benötigt nur noch sehr wenig Pflege. Das ist übrigens sehr typisch für exzellente, selbst hergestellte Naturkosmetikprodukte: Man braucht extrem wenig von ihnen. Mein Dank gilt an dieser Stelle den innovativen Händlern und Firmen, die meine Anregungen aufgegriffen und einige sinnvolle pflanzliche Rohstoffe von meiner persönlichen Wunschliste in ihr Sortiment aufgenommen haben.
Ganz besonders fasziniert mich am Selbstrühren, dass ich am Prozess der Entstehung vieler pflanzlichen Ingredienzien selbst intensiv beteiligt bin: Wer einmal morgens mit einem Korb losgezogen ist und Kräuter gesammelt, sie verlesen und in Öl oder Alkohol angesetzt oder zu einem duftenden Destillat verarbeitet hat, wer die Gläser täglich bewegt und zugesehen hat, wie die Blüten oder Blätter ihren Duft, ihre Farbe und ihre Wirkstoffe an die Trägersubstanz abgeben, verfügt über einen anderen Grundstoff als wenn er eine Pflanzenessenz im Internet bestellt. Es ist eine Erfahrung, Jahreszeiten bewusst wahrzunehmen und ihren Rhythmus im Wachstum der Pflanzen mit zu erleben. Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter sind nicht nur eine Abfolge unterschiedlicher Wetterprozesse und kalendarischer Ereignisse, sondern kennzeichnen Perioden, in denen ich meine »Schätze« sammle und aufbereite. Ich habe die Umgebung, in der ich wohne, unter einer ganz anderen Perspektive kennen gelernt: nun kenne ich Orte, wo echtes Johanniskraut wächst, wo ich Beinwell finde, Odermennig oder wild wachsende Kamille. Auch wenn ich Wirkstoffe ergänze, in bestimmten Situationen zu einem die Rezeptur stabilisierenden Esteröl greife, so sind die natürlichen Rohstoffe das Herz jeder Formulierung. Jede Entscheidung ist begründet und hat ihren Sinn.

Lassen Sie sich begeistern, erobern Sie sich ein wunderbares Hobby, das Seele und Sinne berührt!

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