Das Naturkosmetik-Blog
Olionatura.com: Der Naturkosmetik-Blog

Buchrezensionen, Interviews, Rohstoff-Tests, Praxistipps rund um das Herstellen von Naturkosmetik zuhause oder in der kosmetischen oder aromatherapeutischen Praxis: das bietet das Olionatura-Blog.
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Aktuelle Beiträge

Dermofeel® G 10 LW
Ich freue mich darauf, ihn vorzustellen: das ecocertifizierte, pflanzliche Dermofeel® G 10 LW findet seinen Einsatz vor allem in Deo- und Aroma-Roll-Ons, Body Splashs, Gesichts-Seren, -wasser und -fluids, Shampoos und klaren Duschgelen, die geringe Mengen an ätherischen Ölen oder Fetten enthalten. Beliebt ist es auch in kosmetischen Produkten für Männer, da es eine nicht fettende, nicht klebende Haptik aufweist. Lesen Sie das neue Rohstoffportrait. :: 12.01.2012 ::
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Der Wollwachsalkohol-Rechner
Die bekannten Online-Hilfen bekommen Unterstützung: der neue Rechner hilft Einsteigern bei der Konzeption reichhaltiger W/O-Emulsionen mit Lanolin, Wollwachsalkohol und Mischungen aus beiden Emulgatoren. :: 22.07.2011 ::
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Das Rohstoffbuch

Naturkosmetische Rohstoffe, 2. Auflage 2011
Bereits in der 2. Auflage ist dieses Buch ein unentbehrliches Nachschlagewerk für alle, die ihre Naturkosmetik selber herstellen. Informationen, eine ausführliche Leseprobe und Fachrezensionen zu diesem Buch finden Sie in meinem Blog.

Das Handbuch

Naturkosmetik selber machen. Das Handbuch
Im Frühjahr 2012 wird mein neues Buch erscheinen: Das Handbuch kombiniert verständlich aufbereitete Theorie mit fundierter Herstellungspraxis und lädt mit über 100 Naturkosmetikrezepten zum Nachrühren und Selbstentwickeln ein. Sie können es bereits beim Verlag oder bei Amazon vorbestellen. In meinem Blog habe ich erste Impressionen veröffentlicht.

Meine Rühr-Biographie

[Zurück]  1978, ich war 15 Jahre jung, fiel mir ein Buch von Stephanie Faber in die Hände, »Das Rezeptbuch für Natur-Kosmetik«. Ich rührte mit Begeisterung und wenig Wissen meine ersten kosmetischen »Produkte«. Die gerührten Cremes waren in ihrer Konsistenz jedoch sehr fest, wachsig und unangenehm auf der Haut; sie erinnerten wenig an die geschmeidigen Texturen käuflicher Präparate, sodass ich mich schnell auf einfache Rezepte beschränkte, wie Gesichtsmasken, Haarspülungen und Gesichtswässer auf Kräuterbasis – zumal es damals schwierig war, die gewünschten Zutaten zu beschaffen (in diesem Zusammenhang wird mir immer ganz besonders bewusst, wie phantastisch Internet ist!). Meine schönste Erinnerung an die Produkte »damals« ist eine Schüttellotion aus Mandelöl und Rosenwasser aus der Apotheke – sie roch göttlich und machte zarte und rosige Haut (auch wenn, wie ich heute weiß, das Rosenwasser garantiert synthetisch und das Mandelöl raffiniert und verschnitten war).

Dann kam er: Jean Pütz und seine »Hobbythek«, und endlich gab es eine breite Palette an Inhaltsstoffen »nebenan« zu kaufen. Für mich war das Konzept der Hobbythek faszinierend und barg eine wahre Fundgrube an Ideen und Möglichkeiten. Dennoch war ich auch von diesem Konzept nicht überzeugt – vielleicht weil ich vielen Zutaten nicht recht »traute« und das Gefühl hatte, nun einen anderen kommerziellen Markt zu bedienen? Wissen Sie, was ich meine? Zu wenig native pflanzliche Öle und Buttern, zu viele isolierte Wirkstoffe, Fluids und Substanzen, bei denen nicht klar war, was wirklich dahinter steckt. Fakt ist, dass ich die Hobbythek nur kurz »streifte«, das Rühren ließ, vorwiegend (Natur-Kosmetik-)Cremes kaufte und nur hin und wieder einfachste Rezepte umsetzte. So richtig packte es mich nicht. Diese Kosmetik hatte nach meinem Gefühl keine »Seele«.

Henna im Haar …

Mein Schlüsselerlebnis war 2004 der Umstieg auf pflanzliche Haarfarbe. Innerhalb weniger Monate wurde aus meinem von blondierten Strähnchen spröde und störrig gewordenen Haarschopf eine glänzende, gesunde und frisierwillige »Mähne«. Diese überzeugende Wirkung reiner Naturprodukte beeindruckte mich absolut. Die Preise meiner Gesichtspflege-Präparate aus einer Natur-Kosmetik-Serie beeindruckten mich auch – und ich fragte mich, ob ich nicht einen neuen Versuch starten solle, eigene Kosmetika herzustellen. Leider hatten mich die bisher ausprobierten Rezepte aus dem Internet und aus der Literatur nie richtig überzeugt: zu fest in der Konsistenz, zu viel Emulgator (wie ich  heute weiß), zu schwer im Auftrag. Durch Recherchen im Internet und verschiedene Foren angeregt nahm ich »den Faden wieder auf« und begann, ein Ersatzrezept für mein geliebtes Feuchtigkeitsfluid zusammenzustellen. Ich wusste, was ich wollte: eine leichte, fluide Cremetextur, native Pflanzenöle, Hyaluronsäure und Kräuterauszüge. Was ich nicht wollte, wusste ich auch: Mineralöl, Parabene und PEG-Derivate, unnötige Hilfsstoffe. Erfahrungsaustausch bot das Internet, aber dort stieß ich in den gängigen Foren und auf einer privaten Selbstrührer-Webseite auf viele Aussagen, die nicht eindeutig, oft widersprüchlich oder – leider – sehr oft schlicht und einfach falsch waren. Ich wollte mehr wissen, ich wollte objektive Informationen, Antworten auf meine unzähligen, auch kritischen Fragen und vor allem: Produkt-Transparenz. Viele Monate recherchierte ich, sprach persönlich mit Chemikern von Herstellerfirmen, durchforstete wissenschaftliche Veröffentlichungen, kaufte und entlieh dermatologische Bücher, besuchte und befragte Wissenschaftler an Universitäten und erstellte mir nach und nach meinen ganz persönlichen Fundus an vielfältigen und nach meinem Empfinden seriösen Informationen. Diese Informationen habe ich offen gesagt zunächst für mich gesammelt – daraus ist eine Website geworden, die (so verraten mir unzählige eMails und Telefonate von Leserinnen und Lesern) für viele Selbstrührer zu einem völlig neuen Verständnis des Selbstrührens und, in Folge, zu gesunderer Haut geführt haben – das ist etwas, was mich sehr glücklich macht. Im Rückblick weiß ich, dass Olionatura dem Bedürfnis vieler nach transparenter, vertiefender und verständlicher Information nachgekommen ist. Für mich ist in dieser Hinsicht ganz besonders (!) wichtig, dass Sie die Quellen der Informationen nachvollziehen, ihre Seriosität einschätzen und sich Ihre eigene Meinung bilden können.

… und Öl auf der Haut

Basis meines Natur-Kosmetik-Konzepts sind, wie ich bereits betonte, pflanzliche Öle, Buttern und Wachse, selbst angesetzte Kräutermazerate, -extrakte sowie selbst destillierte Hydrolate. Mich fasziniert der Prozess der Entstehung dieser kostbaren Ingredienzien, an dem ich selbst intensiv beteiligt bin: Wer einmal morgens mit einem Korb losgezogen ist und Kräuter gesammelt, sie verlesen und in Öl oder Alkohol angesetzt oder zu einem duftenden Destillat verarbeitet hat, wer die Gläser täglich bewegt und zugesehen hat, wie die Blüten oder Blätter ihren Duft, ihre Farbe und ihre Wirkstoffe an die Trägersubstanz abgeben, verfügt über einen anderen Grundstoff als wenn er eine Pflanzenessenz im Internet bestellt. Es ist eine Erfahrung, Jahreszeiten bewusst wahrzunehmen und ihren Rhythmus im Wachstum der Pflanzen mit zu erleben. Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter sind nicht nur eine Abfolge unterschiedlicher Wetterprozesse und kalendarischer Ereignisse, sondern kennzeichnen Perioden, in denen ich meine »Schätze« sammle und aufbereite. Ich habe die Umgebung, in der ich wohne, unter einer ganz anderen Perspektive kennen gelernt: nun kenne ich Orte, wo echtes Johanniskraut wächst, wo ich Beinwell finde, Odermennig oder wild wachsende Kamille. Auch wenn ich Wirkstoffe ergänze, in bestimmten Situationen zu einem die Rezeptur stabilisierenden Esteröl greife, so sind die natürlichen Rohstoffe das Herz jeder Formulierung. Jede Entscheidung ist begründet und hat ihren Sinn.
Lassen Sie sich begeistern, erobern Sie sich ein wunderbares Hobby, das Seele und Sinne berührt!

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