Pflanzen

Curcuma

Curcumawurzel

Curcuma longa, auch »indischer Safran« genannt, ist eine in Indien und Südostasien beheimatete aufrechte, bis zu einem Meter hohe krautige Pflanze mit länglichen, eiförmigen Blättern, gelben Blüten und einem großen Rhizom aus der Familie der Zingiberaceae (Ingwergewächse). Das bei uns erhältliche Curkuma-Gewürz besteht aus der pulverisierten getrockneten Wurzel, dem Rhizom, die (vor allem in Bioläden) bisweilen auch frisch erhältlich ist.


INCI: Curcuma longa

  • Familie: Zingiberaceae (Ingwergewächse)
  • Synonym(e): Gelbwurzel, Indischer Safran
  • englisch: Curcuma
  • französisch: Curcuma, Safran des Indes
  • Inhaltsstoffe: Bis zu 5 % ätherisches Öl, darin vor allem Sesquiterpene (davon ca. 25 % Zingiberen) und Sesquiterpenketone (Tumeron, ar-Tumeron), Borneol, α-Phellandren, Sabinen, (farbgebende) Curcuminoide, Polysaccharide (Arabinogalactane)

Curcuma ist vor allem in der ayurvedischen und chinesischen Lehre ein wertvolles und wirksames Therapeutikum für die Haut. Wir kennen es im Westen primär als aromatischen und stark gelb färbenden Bestandteil des Currypulvers; es ist jedoch auch als ätherisches Öl auf dem Markt, das durch Wasserdampfdestillation gewonnen wird.

Es gibt neben Curcuma longa die in Java verbreitete Art Curcuma xanthorhizza, deren ätherisches Öl eine andere Zusammensetzung aufweist und medizinisch bevorzugt wird. Sie enthält ein besonderes Sesquiterpenphenol, Xanthorrhizol, das in Curcuma longa völlig fehlt.

Frische Curcumawurzel, aufgeschnitten

Kosmetische Wirkung von Curcuma

Curcuma hat eine stark antioxidative, entzündungshemmende, abschwellende, wundheilende und durchblutungsfördernde Wirkung. Mit Ölen oder Hydrolaten gemischt wird es im Ayurveda bei neurodermitischen Hautzuständen und Akne innerlich und äußerlich angewandt. Leider wird Curcuma in der westlichen Welt vielfach nur in seinen würzenden und färbenden Eigenschaften wahrgenommen.

Verwendung

Pulverisiertes oder frisch geriebenes Rhizom (bitte nur aus kontrolliert-biologischem Anbau verwenden, da gerade Gewürze aus konventionellem Anbau stark pestizidbelastet sein können); als wässrig-alkoholischer Auszug (70 % vol.) aus dem frisch geriebenen Rhizom (wegen der starken Färbekraft Handschuhe anziehen!), als ätherisches Öl oder Ölauszug.