Pflanzen

Centella

Centella asiatica (Blatt)

Unter den ca. 20 Arten der tropischen, niedrig wachsenden Stauden aus der Familie der Apiaceae (Doldengewächse) ist die Centella asiatica die bekannteste. Sie stammt aus Südostasien und wächst in den gesamten Tropen, bevorzugt an feuchten Standorten in nassen Uferbereichen von Seen und Teichen, aber auch Reisfeldern. Ihr Wuchs ist niedrig wachsend, typisch sind ihre langen, kriechenden Ausläufer. In der ayurvedischen Medizin zählt Centella asiatica zu den wichtigsten Heilpflanzen.

Die Pflanze lässt sich auch im Haus kultivieren. Optimal ist feuchter, humoser Boden, lichter Schatten und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit; sie mag regelmäßiges Besprühen der Blätter. Trockenheit nimmt sie übel. Die Vermehrung erfolgt bevorzugt aus Ausläufern mit mindestens einem Knoten oder aus Samen, die sie nach der Blüte ausbildet und die man gut absammeln kann, sobald sie von selbst abzufallen beginnen. Die Temperaturen sollten nicht unter 10 °C fallen. Unten sehen Sie die kleinen, rosafarbenen Blüten, die geöffnet etwa einen Durchmesser von 5 mm aufweisen.

Centella asiatica (Blüten)

Überwintern sollte sie kühl (ca. 15 °C), das Gießen wird entsprechend angepasst.

INCI: Centella asiatica, Hydrocotyle asiatica, Trisanthus cochinchinensis

  • Familie: Apiaceae (Doldengewächse)
  • Synonym(e): Gotu Cola, Tigergras, Asiatischer Wassernabel
  • englisch: Indian pennywort
  • Inhaltsstoffe: Triterpensaponine (sog. Asiaticoside), Alkaloide, Triterpensäuren (Asiatsäure, Madecasssäure, Madasiatsäure), ätherisches Öl (u. a. Caryophyllen, Cymen, Germacren, Pinen)

 

Kosmetische Wirkung

Wissenschaftlich belegt sind seine antibakterielle und wundheilungsfördernde Wirkung; auch beugt Centella asiatica nachweislich Geschwüren vor und mindert die Narbenbildung. In einer klinischen Studie konnte zudem seine Wirksamkeit gegen Venenschwäche nachgewiesen werden. In der Hautpflege wird Centella-Extrakt zur Pflege reifer Haut eingesetzt, da er die Neubildung peripherer Blutgefäße fördert und die hauteigene Collagenproduktion anregt. Auch ekzematische Haut profitiert von der heilenden Wirkung dieser Pflanze.

Ernte

Geerntet wird das ganze Kraut während des ganzen Jahres.

Verwendung

Die Blätter können frisch oder getrocknet verwendet werden. Einsatz äußerlich als wässrig-alkoholische Tinktur (50–55 % vol.), als Hydrolat, als Ölmazerat oder innerlich als Tee.

  • Herstellung des Hydrolats: Das blühende, frische Kraut wird fein zerschnitten und 1:1 destiliert. Das Hydrolat duftet sehr charakteristisch »grün« und erinnert an zerriebene Blätter und Möhren.
  • Herstellung eines Ölmazerats: Das blühende Kraut wird fein zerschnitten, in ein Glas gefüllt und ca. 1:10 mit nativem Pflanzenöl bedeckt und verschlossen. Hell, aber nicht in die direkte Sonne stellen. Täglich bewegen, um die pflanzlichen Zellen gut zu durchspülen und eine optimale Wirkstoffabgabe zu erzielen. Klassische Auszugsöle sind Sesam- und Mandelöl; ich bevorzuge ungeröstetes Arganöl. Nach 10 Tagen abseihen, in eine dunkle Flasche füllen und kühl, gut verschlossen und dunkel aufbewahren. Das Mazerat ist ca. 6 Monate haltbar.
  • Herstellung einer Tinktur: Das blühende Kraut wird fein zerschnitten, in ein Glas gefüllt und ca. 1:5 bis 1:10 mit 50–70%igem Alkohol bedeckt und verschlossen. Hell, aber nicht in die direkte Sonne stellen. Täglich bewegen, um die pflanzlichen Zellen gut zu durchspülen und eine optimale Wirkstoffabgabe zu erzielen. Nach 10 Tagen abseihen, in eine dunkle Flasche füllen und kühl, gut verschlossen und dunkel aufbewahren. Alternativ eignet sich Centella sehr gut für eine Turboextraktion. Die grüne Tinktur duftet typisch krautig herb und ist ca. 12 Monate haltbar.