Pflanzen

Bartflechte

Bartflechte, getrocknet

Die Bartflechte ist, wie die Bezeichnung Flechte bereits andeutet, ein symbiotischer Organismus (von griech. Symbiosis, das Zusammenleben) aus einem Pilz und Grünalgen bzw. Cyanobakterien (auch Blaualgen genannt). Bartflechten wachsen auf Bäumen und Sträuchern in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die als Arzneidroge verwendeten Bartflechten stammen heute vorwiegend aus Osteuropa.


INCI: Usnea Barbata

  • Familie: Parmeliaceae (Flechten)
  • englisch: Beard lichen, Beard moss
  • französisch: Lichen, Usnée barbue
  • Inhaltsstoffe: Usninsäure

Kosmetische Wirkung

Bartflechten erweisen sich durch die enthaltene Usninsäure als stark antibakteriell wirkende Pflanzen, die vor allem gegen grampositive Keime und Staphylokokken wirken. Besonders bemerkenwert ist die Wirkung des Extrakts gegen Keime, die wesentlich an der Entstehung von Akne und unreiner Haut beteiligt sind (1). Weiterhin konnten antientzündliche und proliferationshemmende (zellteilungshemmende) Wirkungen nachgewiesen werden. Dennoch gilt Usnea barbata als Pflanze mit geringem Reizpotential, was sie für einen dermatologischen Einsatz geeignet erscheinen lässt.

Neben seinem Einsatz bei unreiner Haut und Akne gilt der Extrakt aus Usnea barbata als Deowirkstoff und kokonservierende Komponente in Kosmetika.

Verwendung:

Käufliche Präparate sind in der Regel auf 4 % Usninsäure-Gehalt aus CO2-Extraktion standardisiert, der in einem Trägeröl gelöst ist. Dennoch lohnt sich ein wässrig-akoholischer Auszug aus getrockneter Bartflechte (40–50 % vol.).

Quellen

  1. Steffi Weckesser: Testung der antibakteriellen und antimykotischen Aktivität ausgewählter Pflanzenextrakte gegenüber dermatologisch relevanten Keimen. Dissertation. Freiburg i. Br., 2004