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Vitamin C

Vitamin C, die Ascorbinsäure ist ein wasserlösliches Vitamin; einige Derivate wie Ascorbylpalmitat (INCI: Ascorbyl Palmitate, CAS-Nummer 137-66-6), d. h. ein Palmitinsäureester der Ascorbinsäure, sind teilweise jedoch fett- bzw. alkohollösliche Substanzen und werden als Produktschutz eingesetzt, d. h. sie sollen die Emulsion selbst vor Oxidation schützen. Natriumascorbylphosphat (INCI: Sodium Ascorbyl Phosphate, CAS-Nummer 66170-10-3) ist ein Salz der Ascorbinsäure und wird als kosmetisch wirksame Substanz verwendet.

INCI: Ascorbic Acid

  • CAS-Nummer: 50-81-7
  • Funktion: Wirkstoff, Antioxidans
  • Dosierung: Als Wirkstoff 1–5 %. Zur Produktstabilisierung 0,2 %.
  • Verarbeitung: Ascorbylpalmitat mit Lecithin, einem stabilen Öl oder einem Emulgator in der Fettphase aufschmelzen. Natriumascorbylphosphat in Wasser auflösen.

Wirkung und kosmetischer Einsatz.

Vitamin C stimuliert den Bindegewebsstoffwechsel und die Produktion von Collagen synthetisierenden Enzymen; gleichzeitig wirkt es hemmend auf den Collagenabbau. Dadurch wirkt es regenerierend und heilend auf Bindegewebsschäden. Studien ergaben eine nachweisbare Förderung der Ceramidsynthese und eine Stabilisierung der Barriereschicht. Auch bei entzündlichen, unreinen Hautzuständen konnten Emulsionen mit Vitamin C eine deutliche Verbesserung des Hautbildes erzielen. In Verbindung mit Tocopherol ist Ascorbinsäure ein erprobtes Mittel gegen Altersflecken.

Verarbeitung

Für den kosmetischen Einsatz bieten sich die oben bereits genannten Derivate der Ascorbinsäure an: Ascorbylpalmitat beispielsweise, das mit Palmitinsäure veresterte Vitamin C, dringt durch seinen lipophilen Charakter leicht in tiefere Schichten des Stratum Corneums ein und wird erst in der Haut durch hauteigene Lipasen abgespalten und verfügbar, ist also deutlich stabiler gegen oxidative Einflüsse durch Luftsauerstoff. Da es jedoch nur 40 % Ascorbinsäure enthält, sollte es als kosmetischer Wirkstoff bei Bedarf etwas höher dosiert werden. Schmelzen Sie Ascorbylpalmitat mit Lecithin, einem stabilen Öl oder einem Emulgator in der Fettphase auf. Es gilt als sehr hitzestabil (Schmelzpunkt: 111–115 °C), in Mischung mit dem polaren Neutralöl und Emulgatoren reichen bereits niedrigere Temperaturen um die 100 °C.

Daneben weist es durch die lipophile Palmitin- und die hydrophile Ascorbinsäure eine leicht emulgierende Wirkung auf und hilft, Emulsionen zu stabilisieren; seine konsistenzgebenden Eigenschaften sind gut.

In O/W-Emulsionen ist das hydrophile Vitamin C wirksamer als in W/O-Emulsionen. Als besonders wirksam und empfehlenswert wird eine Kombination mit Tocopherol (Vitamin E) beschrieben, da beide Vitamine als Synergisten wirken.

Reine Ascorbinsäure in wässrigen Lösungen unterliegt Abbauprozessen, die wir durch einen leicht sauren pH-Wert und eine Stabilisierung der Emulsion z. B. durch Gelbildner zwar verlangsamen, aber nicht verhindern können. Es ist sehr wichtig, Emulsionen mit Vitamin C luftdicht zu verschließen, da das Vitamin gegenüber Sauerstoff empfindlich reagiert.

Dosierung

In verschiedenen Studien wurden positive kosmetische Wirkungen in einer Einsatz-Konzentration zwischen 3–5 % erzielt; in Präparaten für den täglichen Einsatz liegt die Dosierung bei 1–2 %. Unreine Haut und Akne profitiert von Einsatzkonzentrationen um die 5 %. Zur reinen Produktstabilisierung reichen in der Regel 0,2 %.

Quellen

  1. Vitamine für Haut und Haar, in: Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen, Nr. 4/2004
  2. Lebensmittelchemische Gesellschaft, Fachgruppe in der Gesellschaft Deutscher Chemiker, Vitamin C. In: Datenblätter zur Bewertung der Wirksamkeit von Wirkstoffen in kosmetischen Mitteln

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