Kosmetikrohstoffe im Test

BergaMuls® ET-1: Pigmente (Teil 3)

Ein weiterer Test stand im September 2012 an: Das Dispergieren von Pigmenten in einer mit BergaMuls® ET-1 konzipierten Emulsion. Auf den Bildern sehen Sie das Ergebnis; ich habe die Pigmente nachträglich kalt in einer meiner vorherigen Testemulsionen eingearbeitet und nun eine Woche beobachtet.

Bergamuls® Et 1 in der Verarbeitung mit Pigmenten

5 % Pigmentmischung habe ich zunächst in ein wenig Esteröl (in diesem Fall Dermofeel® sensolv) eingerührt, bis alle Partikel gut benetzt waren. Bild 1 (links) zeigt die Mischung im Becherglas.

Dieser Pigmentmischung wurde die kalte, fertig gerührte Emulsion hinzugefügt (25 % Fettphase, ausschließlich auf Ölen basierend, mit 4 % BergaMuls® ET-1 emulgiert) und der Inhalt des Becherglases bei ca. 2000 rpm mit meiner IKA RW-20 4 Minuten dispergiert (Bild 2, Mitte).

Bild 3 (rechts und oben) zeigt das Ergebnis: Nach einer Woche sind alle Pigmente immer noch stabil dispergiert, ohne sich abzusetzen. Die Emulsion hat durch die Pigmente noch ein wenig mehr Konsistenz bekommen, völlig ohne Fettakohole, Wachse oder Partialglyceride.

Beim Auftrag bleibt auch hier eine Charakteristik des Emulgators erhalten: Die Öle zeigen sich zunächst unverändert in ihrer Haptik, die Emulsion zeigt einen leichten Glanz, bis sie eingezogen ist. Wer eine völlig matte Optik wünscht, muss die Formulierung entsprechend anpassen, entweder durch Kombination mit einem  Emulgator auf Basis von Fettsäuren, durch einen Zusatz eines Fettalkohols oder – was ich in der Praxis noch nicht ausprobiert habe – durch Einarbeitung eines mattierenden Pigments, z. B. Ronaflair® Flawless.

Alle Beiträge der Reihe im Überblick

Die Erfahrungen aus diesen Tests sind in mein Rohstoffportrait eingeflossen. 2012 haben wir zudem Erfahrungen mit BergaMuls® ET 1 in der Rührküche ausgetauscht.