Was ist das »Stratum corneum«, was bedeutet »NMF«, und was hat es
mit der »Barriereschicht der Haut« auf sich? Hier im Glossar finden Sie Begriffe
erläutert, die Ihnen auf olionatura.de immer wieder begegnen und deren
Verständnis Ihnen hilft, hautphysiologisch sinnvolle Pflegeprodukte herzustellen.
Fachliteratur zum Thema
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Fach- und Sachbücher zum jeweiligen Thema zusammengestellt.
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Unter Okklusiv-Effekt versteht man die Abdichtung des Stratum corneum durch einen Film (in der Regel durch Fette) nach außen, so dass keine hauteigene Feuchtigkeit mehr abgegeben werden kann. Folge ist eine Aufquellung der Hornschicht durch eine so genannte »Mazeration« und eine vorübergehende optische Glättung der Epidermis, weil die Hornzellen der Haut das Wasser aufnehmen, aufquellen und kleine (Knitter-)Fältchen scheinbar verschwinden. Konventionelle, auf Mineralölen basierende Kosmetika machen sich diesen Okklusiv-Effekt zunutze, um eine Wirksamkeit gegen Hautalterungen zu suggerieren. Nachteil einer stark okkludierenden Wirkung ist, dass die Haut als Organ keine regulierenden Impulse mehr von außen erhält, um eigene Prozesse zu steuern. Fatal ist vor allem die Mazeration durch Aufquellen der Hornschicht, die zu einer verminderten Integrität der hauteigenen Barriereschicht führt, weil die Quellung der Hornschicht zu Lücken in der Hautbarriere führt. Folge ist, dass nach Absetzen des okklusiv wirkenden Produkts der transepidermale Wasserverlust höher ist als vor der Anwendung und Mikroorgansimen und Schadstoffe leichter in die Haut eindringen können.
Ein gewisser Okklusiv-Effekt ist durchaus erwünscht, da die Strömungsrichtung des hauteigenen Wassers (das nach außen abdunstet) umgekehrt wird und sich der transepidermale Wasserverlust verzögert. Dies führt zu einer erhöhten Hydratisierung der Haut. Im Gegensatz zu Mineralölen verbleiben pflanzliche Öle jedoch nicht als undurchdringlicher Film auf der Oberfläche, sondern sind semipermeabel (halb durchlässig) und werden durch ihre Affinität (Ähnlichkeit) zu hauteigenen Lipiden von der Haut aufgenommen, d. h. durch Lipasen gespalten und in den Stoffwechsel der Haut integriert. Auf diese Weise unterstützen sie hauteigene Prozesse und stabilisieren die Barriereschicht des Stratum corneum in seinen Funktionen.