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Wenn Sie mit dem Rühren beginnen (oder beginnen möchten), stehen am Anfang viele Fragen im Raum. Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf einige Fragen, die fast immer gestellt werden.

Bleiben Fragen offen? Gerne bemühe ich mich, Sie zu beantworten. Fragen, von denen ich glaube, dass sie von allgemeinem Interesse sind, werde ich in diese Frequently Asked Questions (FAQ) aufnehmen.

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Muss ich mit unerwünschten Hautveränderungen rechnen, wenn ich auf selbst gerührte Kosmetik umsteige?

Ja, das ist möglich. Wenn Sie vorher Kosmetik verwendet haben, die hauptsächlich auf Mineralöl und Mineralöl-Derivaten basierte (das ist für Nicht-Naturkosmetik die Regel), kann ihre Haut in den ersten vier Wochen deutlich »unruhiger«, trockener erscheinen und eventuell mit kleinen Unreinheiten reagieren.

Dies liegt nicht an einer Unverträglichkeit gegenüber pflanzlichen Ölen, sondern an den vorher verwendeten Mineralölen. Diese bilden einen dichten Film auf der Hautoberfläche und führen zu einem sog. Okklusiveffekt. Dies bedeutet: ein undurchlässiger Film staut die nach oben abdunstende Feuchtigkeit; die Hornzellen der Haut quellen auf und lassen die Oberfläche optisch praller und glatter erscheinen. Der Nachteil ist: dadurch erhält die Haut keine regulierenden Impulse mehr von außen und drosselt ihre eigene Fettproduktion. Unter dem Mineralölfilm entwickelt sich unbemerkt (denn der Okklusiveffekt täuscht, wie vorhergehend beschrieben, eine intakte Haut vor) eine tendenziell trockene Haut. Wenn Sie dann auf pflanzenölbasierte Kosmetik umsteigen, wird der wahre (schlechte) Hautzustand sichtbar, da pflanzliche Öle nicht gleichermaßen abdichten. Es kann durchaus drei bis vier Wochen dauern, bis sich die Lipidbarriere der Haut wieder regeneriert hat und die Haut vor äußeren Einflüssen schützen kann. Dabei helfen ihr die pflanzlichen Öle in unseren Emulsionen. Wer diese Zusammenhänge nicht kennt, wird die natürlichen Öle in Verdacht haben und nicht den wahren Verursacher – das Mineralölprodukt.

Ein weiterer Aspekt ist, dass die Inhaltsstoffe in naturbelassenen pflanzlichen Ölen sehr konzentrierte kosmetische Wirkstoffe darstellen. Im Gegensatz dazu basiert die Lipidphase von Kaufprodukten weitgehend auf neutralen, raffinierten Lipiden, die als Rückfetter und Emollentien dienen (d. h. die Haut weich machen), die vorher jedoch bei der Raffination entfernten Substanzen (Phytosterole, Phospholipide, Tocopherole, Flavonoide, Terpene u. a.) werden nur in geringen Dosierungen isoliert zugesetzt und dann als exklusive kosmetische Komponente werbewirksam ausgelobt. Im Gegensatz dazu stellen, wie bereits gesagt, unsere naturkosmetischen Formulierungen hochkonzentrierte und hochwirksame Pflegepräparate dar, die hauteigene Stoffwechselprozesse aktivieren. Prinzipiell ist es daher sinnvoll, gerade beim Umstieg auf selbst hergestellte Natur-Kosmetik milde Basisöle (Mandel-, Aprikosenkern-, Jojobaöl) zu verwenden und als Wirkstoffe nur ein bis zwei hydratisierende Stoffe wie Glycerin, Urea oder Panthenol zu ergänzen, um der Haut Zeit zur Umstellung zu geben.

Ein leider häufiger Grund für unerwünschte Hautreaktionen ist eine unprofessionelle handwerkliche Herstellung: es ist sehr wichtig, Kosmetika unter absolut hygienischen Bedingungen herzustellen. Zuhause in der heimischen Rührküche sind uns naturgemäß Grenzen gesetzt; absolute Sterilität ist zuhause weder machbar noch notwendig, aber es gibt einige Regeln, die dringend beachtet werden müssen, um hautgesunde Natur-Kosmetik herzustellen.

Ein typisches Anzeichen für Unverträglichkeiten, die auf eine erhöhte Kontamination der Produkte hinweist, ist, dass diese regelmäßig erst nach 10–14 Tagen auftreten und die Haut sich bei neu gerührten Emulsionen zunächst wieder beruhigt. Die Hinweise im Beitrag Emulsionen konservieren helfen Ihnen und Ihrer Haut, Ihre ganz persönliche, herausragende Pflege herzustellen.

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