Zubehör

Dispergieren mit dem Blendia-Stabmixer

Blender-Aufsatz des KAI Blendia

Emulsionen profitieren von hochtourigen Dispergierverfahren: Stablität, eine feine Textur und angenehme Haptik sind Eigenschaften, die unsere selbst hergestellten Produkte sicht- und spürbar aufwerten. Bezahlbare Alternativen zu Labordispergierern werden in der Rührküche daher seit mehreren Jahren diskutiert. Rührküchen-Mitglied Majabiene entdeckte 2013 einen Stabmixer mit einem interessantem Dispergieraufsatz, Pialina machte Nägel mit Köpfen und testete die Kombination – mit hervorragendem Ergebnis.

KAI Blendia

Unsere bis dahin beliebten Favoriten im Forum, der ESGE Zauberstab und der Braun Multiquick, arbeiten beide mit Schermessern bzw. -scheiben, die ausgezeichnete Resultate erbringen. Neben diesem Gerätetyp hat sich ein Dremel, insbesondere der Proxxon E 240, in der Rührküche als beliebtes Rührutensil bewährt, der mit verschiedenen Rühraufsätzen genutzt wird. Allen Rühraufsätzen gemeinsam ist, dass sie  – wie Flügel- oder Propellerrührer – eine Emulsion durch Scherkräfte (exakt Radial- und Axialkräfte) dispergieren, die durch die rotierenden Flügel oder Messer in das Medium (unsere spätere Emulsion) eingebracht werden.

Ganz anders arbeitet ein Labordispergierer nach dem Rotor-Stator-Prinzip: Das Medium wird durch Schlitze eines feststehenden Rings (dem Stator) durch einen innen liegenden Rotor eingesaugt, stark beschleunigt und wieder aus den Schlitzen nach außen gepresst. Diese extrem ausgeprägten Scher- und Schubkräfte bewirken eine starke Zerkleinerung der Öltröpfchen und führen zu Texturen, die unerreicht fein und im Hautgefühl angenehm leicht sind. Ich selbst dispergiere seit über 2 Jahren mit der IKA Ultra Turrax T 18 und möchte sie nicht mehr missen.

Blender-Aufsatz des KAI Blendia

Oben: Der Blender des Blendia Stabmixers arbeitet nach dem gleichen Prinzip wie ein Labordispergierer. Innen sehen Sie den Rotor (ein sich schnell drehendes, eben rotierendes Messer), außen den feststehenden Ring mit den Schlitzen, durch die das Medium eingesaugt wird. Das folgende Foto zeigt den klassischen Stabmixer-Aufsatz (rechts) und den Blender (links) im Vergleich:

Stabmixer- und Blender-Aufsatz des KAI Blendia

Bisher war mir nicht bekannt, dass es ein Küchengerät gibt, das mit einem solchen Aufsatz arbeitet. Um so mehr freue ich mich, dass Majabiene – als Entdeckerin – und Pialina als Pionierin den Blendia Stabmixer der Firma KAI Europe mit dem  sogenannten »Blender« in den Fokus genommen haben und uns Selbstrührern damit eine neue und wunderbare Möglichkeit eröffnen, hervorragende Emulsionen zu zaubern!

Die geringe Breite des Blenderaufsatzes  von ca. 19 mm prädestiniert ihn für das Herstellen kleiner Chargen: Bereits 20 g Emulsion lassen sich in schmalen Bechergläsern verarbeiten:

Geringe breite des Blender-Aufsatzes

Birgit, Rührküchen-Moderatorin und Freundin, hat mir den Blendia-Stabmixer präsentiert und ich spontan zum Smartphone gegriffen: Auch, wenn dieser kleine Videobeitrag qualitativ nicht überzeugend ist, gibt er Ihnen sicher einen ersten kleinen Eindruck des Geräts. Herzlichen Dank, Birgit!

Interesse geweckt? Mehr Informationen gibt es für registrierte Mitglieder im Rührküchen-Thread mit dem Titel Stabmixer Blendia – mit Emulgatoraufsatz. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen und Anregungen für Ihre eigene Rührpraxis!