Autor: Heike

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Aus der Borretschpflanze gewinnt man das kostbare Borretschsamenöl

Borretschsamenöl

Die ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet stammende, einjährige Borretschpflanze, auch »Gurkenkraut« genannt, gehört zur Familie der Boraginaceae und wird heute auch in wärmeren Regionen Europas, Westasien und den USA kultiviert. Am besten gedeiht sie auf feuchtem, gut durchlässigen Boden; ihre attraktiven blauen Blüten machen sie auch zu einer attraktiven Gartenpflanze.

© Martin Gerdemann, Babassu for you

Babassuöl

Babassuöl wird aus einer der Kokosnuss ähnlichen, ca. 10–12 cm langen, braun-marmorierten Frucht der brasilianischen Babassupalme aus der Familie der Arecaceae gewonnen, deren 3–5 Samen 60–70 % Öl enthalten. Das Öl kann durch Kochen und Abschöpfen oder schonender durch Kaltpressung gewonnen werden. Das gelblich-weiße, in der Konsistenz talgartige, native Fett riecht nussig-kokosartig bis -talgig; raffiniert ist es geruchlos und weiß. Beim Kauf nativen Babassuöls sollten Sie dringend auf rückstandsgepüftes Babassuöl mit kosmetischer Eignung nach Kosmetikverordnung achten, da unraffinierte Qualitäten mit Hefen und Bakterien belastet sein können. Daher wird es bevorzugt raffiniert angeboten.

Avocado

Avocadoöl

Avocadoöl ist, wie auch die Öle aus der Olive und den Beeren des Sanddorn-Strauchs, ein Fruchtfleischöl. Es wird aus den (bevorzugt reifen) Früchten des Avocadobaums, einem Lorbeer-Gewächs aus der Familie der Lauraceae gepresst, zentrifugiert, gefiltert und, je nach Prozess, nativ belassen oder weiteren Raffinationsschritten unterworfen. Die bis zu 15 m hohen Avocadobäume gedeihen im tropischen und subtropischen Amerika, in Makronesien und Südostasien. Neben der INCI-Bezeichnung Persea gratissima existiert das botanische Synonym Persea americana.

Blühende Avellana (Gevuina avellana), © Leo Ridano, fotolia.com

Avellanaöl

Botanisch gesehen gehört Gevuina avellana zu den Silberbaumgewächsen und damit zur gleichen Familie wie die Macadamianuss, die auch als »australische Haselnuss« bezeichnet wird. Die Samen beinhalten hohe Anteile an Proteinen und bis zu knapp 50 % Öl, das üblicherweise durch Pressung gewonnen wird: Vor dem Pressen werden die Nüsse geschält, gemahlen und erhitzt; gewonnen wird Öl und eine Nusspaste, die noch einen relativ hohen Restgehalt an Öl aufweist. Aus diesem Grund werden daneben alternative Extraktionsmethoden mit Enzymen eingesetzt, die die Ausbeute erhöhen und die Qualität des Öls verbessern sollen.

Aprikosen

Aprikosenkernöl

Der Aprikosenbaum stammt vermutlich ursprüglich aus China und gelangte zur Römerzeit nach Italien. Heute wird er im Mittelmeerraum, in der Türkei, in Osteuropa sowie in den USA, Kanada, Südafrika, Australien und Neuseeland kultiviert. Die Fruchtkerne enthalten ca. 40–50 % hellgelbes, mild und marzipanähnlich duftendes Öl, das nicht nur kosmetisch genutzt, sondern auch als feines Speiseöl geschätzt wird, wenn es aus den Kernen der Süßaprikose gepresst wurde (achten Sie eventuell beim Kauf auf entsprechende Hinweise, wenn Sie es auch kulinarisch einsetzen möchten). Kosmetisch verwendetes Aprikosenkernöl stammt primär aus den bitteren Kernen von Wildaprikosen, deren Amygdalin-Gehalt dem Öl einen zarten Mandelduft verleiht. Sein hoher Ölsäuregehalt macht es zu einem verhältnismäßig oxidationsstabilen Öl, das sowohl kosmetisch als auch pharmazeutisch gerne genutzt wird.

Bienenwachs

Bienenwachs ist ein Ausscheidungsprodukt aus den Drüsen der Honigbiene, die es zur Produktion ihrer Waben nutzt. Seine Gewinnung kann auf unterschiedliche Weise erfolgen: Durch chemische Extraktion (mit Benzin oder Xylol, nur für Laborverwendung), Ausschleudern und Schmelzen der Waben in Wasser (die erstarrte Masse wird von der Oberfläche abgenommen), seltener durch Ausfrieren, anschließend kann das Wachs in Pastillen gegossen werden. Neben naturbelassenem, durch Carotinoide aus Blütenpollen und Flavonoide aus Propolis gelblich gefärbtem Bienenwachs (Cera flava) gibt es weißes (Cera alba), das nach dem Erstarren mit Chromsäure oder Peroxiden gebleicht wird. Ecocertifizierte Qualitäten arbeiten mit nicht chemischen, patentierten Bleich-Methoden.

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