Im Frühjahr 2012 wird mein neues Buch erscheinen: Das Handbuch kombiniert verständlich
aufbereitete Theorie mit fundierter Herstellungspraxis und lädt mit über 100 Naturkosmetikrezepten
zum Nachrühren und Selbstentwickeln ein. Sie können es bereits beim
Verlag oder bei Amazon vorbestellen.
Für die Herstellung Ihrer Cremes und Fluids benötigen
Sie einen geeigneten Emulgator, der Fett- und Wasserphase zu einer Emulsion
verbindet. Jeder Emulgator hat verarbeitungs- und anwendungtechnische
Stärken und Schwächen und einen Phasen-Bereich, in dem er optimale
Ergebnisse bringt: »optimal« bedeutet, dass er temperaturstabile,
haptisch angenehme und pflegende Emulsionen erzeugt, die nicht wässern
oder Öl schwitzen.
Die folgende Grafik zeigt daher jeweils den optimalen Einsatzbereich
uns verfügbarer Emulgatoren. Sehen Sie die Grafik als Orientierung
und informieren Sie sich vor Ihrer Wahl
in den ausführlichen Emulgatorportraits,
Lecithine
sind als Sondergruppe aufgrund ihres spezifischen Charakters seperat portraitiert.
Da, wo sich Einsatzbereiche überschneiden, können verwendete Emulgatoren
in der Regel problemlos ausgetauscht werden; sie unterscheiden sich allerdings
in ihrer Dosierung und in ihren konsistenzgebenden Eigenschaften. In Rezepturen ist ein
Austausch 1:1 also nur bedingt möglich. Vor allem Lecithine und Emulprot® sind
mit den anderen klassischen Zucker-Emulgatoren nicht vergleichbar. Hier hilft Ihnen
der Emulsions-Rechner: er nennt für jeden
Fettphasenbereich geeignete Emulgatoren und ihre konkrete Dosierung sowie hilfreiche Tipps zu
Emulgator-Kombinationen.
Kalkulieren Sie gewisse Unterschiede in der Konsistenz, in der Optik und im Hautgefühl
ein; manche Emulgatoren sind stärker filmbildend als andere, erzeugen mattere oder
glänzendere Texturen, fluide oder viskosere Konsistenzen. Die Informationen sind mit
großer Sorgfalt zusammengestellt und basieren primär auf Datenblättern
der jeweiligen Hersteller, auf persönlichen Gesprächen mit Chemikern der
jeweiligen Firmen und auf intensiven Praxistests und meinen eigenen, langjährigen
Erfahrungen, um die Ergebnisse auf unsere »Selbstrühr-Bedingungen« abstimmen
zu können.