Naturkosmetik selber machen
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Heike Käser
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51381 Leverkusen, Deutschland
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Olionatura, Naturkosmetik selber machen Olionatura | Basiswissen · Basisrezepturen

So schön kann Ihre erste Creme aussehen.

Basisrezepturen nutzen

As Einsteiger ist es eine sinnvolle Entscheidung, die ersten Cremes und Lotionen nach bewährten Rezepturen herzustellen. Hier sind alle Komponenten bereits auf einander abgestimmt, und Sie können sich mit Ihrer individuell verfügbaren Auswahl an Rohstoffen erste, eigene kosmetische Produkte konzipieren. Sie bieten zudem einen guten Ausgangspunkt, um die Eignung verschiedener Emulgatoren und Emulsions-Konzepte für die eigene Haut zu testen.

Meine im Folgenden aufgeführten Basisrezepturen sind bewusst auf die Grundkomponenten einer sinnvoll konzipierten Emulsion reduziert. Sinnvoll meint: Jede Formulierung stellt bereits ein Kosmetikum dar, das kosmetisch und emulsionstechnologisch betrachtet vollständig ist. Sie haben pflegende Lipidkomponenten, feuchtigkeitsbindendes pflanzlichen Glycerin, einen Gelbildner, der das Glycerin in seiner Fähigkeit unterstützt, Wasser zu binden und die Emulsion in Stabiliät und Auftragsverhalten optimiert. Eine sanfte Konservierung garantiert ein mikrobiell einwandfreies Kosmetikum.

Die Dosierung des emulgierenden Konzepts (Emulgator plus Koemulgatoren) basiert auf Ergebnissen einer 2008 von mir entwickelten Formel, die meinem Emulgator-Rechner zugrunde liegt. Diese Formel garantiert stabile Emulsionen im üblichen Verwendungszeitraum selbst hergestellter Naturkosmetik und eine optimale Hautverträglichkeit.

Die Rezeptur-ID

Jede Rezeptur trägt eine einmalige Kennzeichnung, die Ihnen bereits etwas über die Konzeption verrät. Der erste Teil der ID ist ein Kürzel des Haupt-Emulgators, der zweite Teil nennt die Höhe der Fettphase, der letzte Buchstabe nennt die grundsätzliche Kategorie:

  • B bezeichnet einfache Basisrezepturen mit nur einem Emulgator.
  • E bezeichnet erweiterte Rezepturen, in denen Emulgatoren kombiniert eingesetzt werden.
Aussage der Rezeptur-Nummer

Hier handelt es sich also um eine Rezeptur auf Basis von Xyliance® mit 40 % Fettphase als Allein-Emulgator. Es ist übrigens die Creme oben auf dem Foto.

Hier sehen Sie noch einmal die Phasen der Rezepturen:

Die Fettphase ist der Kern der Rezeptplanung. Der Rest (bis auf 100 %, also »ad 100«) wird in der Regel als Wasserphase berechnet, einschließlich Wirk- und Hilfsstoffen (vertiefende Informationen finden Sie hier).

Klassischer Aufbau einer Emulsion

Individuelle Rezeptur-Anpassung

Wählen Sie nach Wunsch und Verfügbarkeit

Hilfe bei der Auswahl geeigneter Öle und Buttern bietet auch diese Tabelle; dort führt ein Mausklick auf den Ölnamen zum detaillierten Einzelportrait.

Ergänzen Sie nun

Meine Basisrezepturen enthalten bereits knapp 3 % (1,5 g) pflanzliches Glycerin als feuchtigkeitsbindende und barrierestabilisierendes Ingredienz. Als Ersatz (weil Sie Glycerin nicht mögen oder nicht verfügbar haben) bieten sich z. B. 1 g Sodium PCA und 0,5 g Tocopherol bzw. Panthenol an. Ich empfehle Ihnen 5 bis höchstens 10 % Wirkstoffe einzuplanen, das sind bei 50 g Emulsion 2,5–5 g. Bitte ziehen Sie diese Menge ggfs. von der geplanten Menge an Wasser ab.

Die Konservierung der Basisrezepturen orientiert sich an der üblichen Einsatzkonzentration naturkosmetik-konformer Handelsprodukte. Beachten Sie hier die Angaben und Empfehlungen des Herstellers. Alkohol wird höher dosiert. Mein Konservierungsrechner hilft beim Berechnen der optimalen Menge.

Sie möchten nicht konservieren? Bitte bewahren Sie die Emulsion im Kühlschrank auf, entnehmen sie nur mit einem desinfizierten Spatel und brauchen Sie sie innerhalb von 7 Tagen auf. Alternativ können Sie die Emulsion portionieren und einfrieren; jeweils 10 g bleiben im Kühlschrank. Auch hier gilt: Nicht länger als 1 Woche aufbewahren. Die »eingesparten« 0,5 g können Sie der Wasserphase zuschlagen.

Bitte lesen Sie vor Beginn noch einmal den Rührkurs durch und verinnerlichen Sie in Gedanken die einzelnen Arbeitsschritte.